- 16.08.2010, 14:00:58
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Krankenkassen erwarten auch heuer leicht positives Ergebnis
Schelling: "Die Kassen und deren Systempartner haben gezeigt, wie Kostensenkungspotenziale ohne Leistungseinschränkung zu erzielen sind"
Wien (OTS) - Ein Jahr nach Beschluss des
Kassenkonsolidierungskonzeptes "Gesundheit: Finanzierung sichern-
Langfristige Potenziale zur Steuerung der Ausgaben und zur
nachhaltigen Kostendämpfung" entwickelt sich die finanzielle
Konsolidierung der Krankenversicherungsträger wesentlich besser als
erwartet. Nach der nun vorliegenden August-Prognose rechnen die
Krankenkassen bei einem Gesamtbudget von 14,5 Milliarden Euro für das
heurige Jahr mit einem Überschuss von 105,6 Millionen Euro. Darin mit
eingerechnet sind die seitens der Bundesregierung zur Verfügung
gestellten 100 Millionen Euro aus dem Strukturfonds sowie die
Auswirkungen der zwischen Hauptverband und Krankenkassen vereinbarten
Finanzziele. "Damit ist klar, dass die seitens der Bundesregierung
und des Hauptverbandes gemeinsam mit den wichtigsten Vertragspartnern
- wie etwa den Ärzten und Ärztinnen - vereinbarten
Konsolidierungsmaßnahmen zu entsprechenden Ergebnissen führen, ohne
dass aus dem System Geld genommen und damit für die Versorgung der
PatientenInnen weniger Geld zur Verfügung steht als bisher",
kommentiert der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband
der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling,
die heute, Montag, veröffentlichte August-Finanzprognose.
Zur Erinnerung: Vor einem Jahr - also vor Beginn des
Konsolidierungskurses - hatten die Krankenkassen in ihren
Budgetprognosen für das Jahr 2010 noch mit einem Gesamtminus von 376
Millionen Euro gerechnet, die neun Gebietskrankenkassen allein mit
417 Millionen Euro. Noch im Mai heurigen Jahres waren die
Krankenkassen für heuer noch von einem Gesamtminus in Höhe von 12
Millionen Euro ausgegangen, die Gebietskrankenkassen von 77 Millionen
Euro.
Insbesondere im Bereich der Heilmittelausgaben lobt der Vorsitzende
des Hauptverbandes die verschreibenden ÄrzteInnen: "Hier ist es seit
einem Jahr durch eine verantwortungsvolle Verschreibepraxis zu einem
deutlich niedrigeren Anstieg gekommen, ohne dass die Qualität der
medikamentösen Versorgung der PatientenInnen darunter gelitten
hätte".
Der Vorsitzende des Hauptverbandes warnt allerdings davor, sich
jetzt angesichts der positiven Nachrichten für das Finanzjahr 2010
zurückzulehnen und den eingeleiteten Konsolidierungskurs
abzuschwächen oder gar zu verlassen: "Es ist der Sozialversicherung
in zähen Verhandlungen mit den jeweiligen Systempartnern gelungen,
die vorhandenen Kostensenkungspotenziale auszunützen".
Zum einen fordert Schelling, dass - wie mit der Bundesregierung
vereinbart - auch für die Jahre 2011 bis 2013 der Kassenstrukturfonds
entsprechend dotiert wird, um den Konsolidierungsprozess zu
begleiten. Und zum anderen verweist Schelling darauf, dass die große
Reform unter Einbeziehung der Länder und der Krankenhäuser noch
ausständig ist.
"Ich erwarte mir, dass jetzt auch von anderen Systempartnern
ähnliche Kostensenkungspotenziale ausgenützt werden, wie wir das
vorbildhaft im niedergelassenen Bereich vorleben, um das gute
Gesundheitssystem finanzierbar zu halten" so Schelling
abschlies-send.
Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund,2 Millionen Menschen
anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der
Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner
durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte
enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die
Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung
weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der
solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.
Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
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