• 05.08.2010, 12:29:33
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Umsatz- und Ertragserwartungen für Halbjahresergebnis 2010 wurden bestätigt / Neues Wachstum durch innovative Medikamente erwartet

Wien (OTS) - Die Erlöse des Pharmaunternehmens Boehringer
Ingelheim sind im ersten Halbjahr 2010 wie erwartet in lokalen
Währungen zurückgegangen (-5,1 Prozent). Konsolidiert auf Euro-Basis
ergab sich wegen positiver Währungskurseffekte ein Rückgang von -2,8
Prozent bei Gesamterlösen von 6.207 Millionen EUR gegenüber 6.388
Millionen EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres.
Im Wesentlichen sind die niedrigeren Erlöse auf die bekannten
Patentabläufe von Medikamenten in den USA sowie auf die Beendigung
von Kooperationsverträgen zurückzuführen. Dies hatte Boehringer
Ingelheim bereits im vorigen Jahr angekündigt.

"Der Rückgang im Humanpharma-Geschäft war vor allem bedingt durch
die erwarteten Patentverluste für das Prostatamedikament
ALNA(R)/FLOMAX(R) und das Parkinsonpräparat SIFROL(R) sowie die
erstmalige generische Konkurrenz für den Blutdrucksenker
CATAPRESAN(R) TTS in den USA wie auch durch die Beendigung des
Kooperationsvertrages mit Eli Lilly für Duloxetin
(CYMBALTA(R)/XERISTAR(R))", erläuterte Prof. Dr. Andreas Barner,
Sprecher der Unternehmensleitung. "Das Selbstmedikationsgeschäft
erreichte nicht die Ergebnisse des Vorjahres, bedingt durch einen
stark rückläufigen Markt in Japan und eine wenig ausgeprägte
Erkältungssaison in Europa. Das weiterhin erfreuliche Wachstum
unserer innovativen verschreibungspflichtigen Medikamente im
Humanpharma-Gebiet und in der Tiergesundheit, vor allem im Segment
der Impfstoffe, konnte diese Entwicklung nicht vollständig
ausgleichen."

Insgesamt betrugen die Erlöse mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten im ersten Halbjahr 4.845 Millionen EUR, das heißt 262
Millionen EUR weniger als im Vorjahr. Die Umsätze im
Selbstmedikationsgeschäft betrugen 605 Millionen Euro und somit 4,2
Prozent weniger als im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis liegt - wie erwartet - unter dem des Jahres
2009. Dies war vor allem bedingt durch höhere Investitionen in
Forschung und Entwicklung, belastende Einflüsse aus Patentabläufen
und Eingriffen der Gesetzgeber in die Preisgestaltung
verschreibungspflichtiger Medikamente.

Das Tiergesundheitsgeschäft erzielte ein außerordentlich starkes
Wachstum von +56,2 Prozent in lokaler Währung (+61,0 Prozent auf
Euro-Basis) und einen Erlös von 461 Millionen Euro. Dies war im
Wesentlichen auf die bedeutenden Wachstumstreiber im
Impfstoffgeschäft, vor allem den innovativen Schweineimpfstoff
INGELVAC CIRCOFLEX(R), sowie auf die erfolgreiche Integration des
Ende 2009 von Fort Dodge in den USA übernommenen
Tiergesundheitsgeschäftes zurückzuführen.

Erfreulich sind auch die Ergebnisse der eigenen Forschung und
Entwicklung, in die im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres
mit einem Wachstum von etwa 20 Prozent deutlich mehr investiert
wurde. Für den neuartigen oralen direkten Thrombinhemmer PRADAXA(R)
(Dabigatranetexilat) läuft in den USA, Europa sowie in weiteren
Ländern der Zulassungsprozess in der Indikation
"Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern".
Ende Juli hat Boehringer Ingelheim von der europäischen
Zulassungsbehörde eine positive Empfehlung für die Zulassung von
TWYNSTA(R), der neuen Kombinationstablette zur Behandlung von
Bluthochdruck erhalten.

Die Typ-2 Diabetes-Substanz Linagliptin hat ebenfalls gute
Ergebnisse in den Phase-III-Studien gezeigt, erste Markteinführungen
sind für 2011 geplant. Und die Entwicklungssubstanzen des
Therapiegebietes Onkologie haben in klinischen Programmen (Phase II
und Phase III) weitere viel versprechende Fortschritte erzielt.
Im ersten Halbjahr erhöhte sich die Personalkapazität des
internationalen Unternehmensverbandes geringfügig um 1,5 Prozent
(+586 Personalkapazitäten) auf 40.529 Mitarbeiter weltweit. Für
Boehringer Ingelheim ist 2010, das Jahr des 125jährigen
Firmenjubiläums, ein Übergangsjahr in eine neue Wachstumsphase. Vor
dem Hintergrund von Patentabläufen, Vorbereitungen auf die Einführung
neuer Präparate und regulatorischen Änderungen in den Märkten, können
die Wachstumsraten der Vorjahre nicht erreicht werden. Mit neuen
Medikamenten und einer weiterhin gut gefüllten Substanzpipeline wird
Boehringer Ingelheim aber in eine neue Phase des Wachstums übergehen.
Bereits für das Jahr 2011 wird wieder eine hohe einstellige
Wachstumsrate erwartet.

Rückfragehinweis:

Boehringer Ingelheim RCV & Co KG
   Dr. Boehringer-Gasse 5 - 11
   A-1121 Wien
   
   Pressestelle
   Mag. Inge Homolka
   Tel. +43-1-80105-2230
   mailto:[email protected]
   
   Mag. Monika Primenz
   Tel. +43-1-80105-2742
   mailto:[email protected]

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