OTS0041   4. Aug. 2010, 09:55

Arbeiterkammer macht aufmerksam: Ohne Antrag gibt es keine Pension


Alle Voraussetzungen erfüllt - trotzdem keine Pension. Diese schmerzliche Erfahrung machen Arbeitnehmer/-innen immer wieder, Sie haben keinen Pensionsantrag gestellt, sondern sich darauf verlassen, dass die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber zusammen mit der Kündigung den Antrag macht.

So hat sich zum Beispiel ein Betroffener nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses darauf verlassen, dass der Antrag auf Pensionierung von der Firma aus gestellt wird. Mit 30. April wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst und mit 1. Mai hätte er Anspruch auf die Pension gehabt.

Als der Pensionsanwärter Mitte Juni noch immer keine Zahlung auf seinem Konto hatte, rief er bei der Pensionsversicherungsanstalt (PV) an und erfuhr zu seinem Schrecken, dass kein Antrag gestellt wurde. Sofort hat er das Versäumnis nachgeholt und auch rasch den Bescheid erhalten, dass die Pension ab 1. Juli gewährt wird.

Ende gut - aber nicht alles gut: Denn der Betroffene verlor zwei Monate Pension und hatte in dieser Zeit auch keine Krankenversicherung, die er zum Glück nicht benötigte. Die PVA ist hier - leider - im Recht, denn in der österreichischen Sozialversicherung gilt das Antragsprinzip und es gibt - mit wenigen Ausnahmen - keine rückwirkende Gewährung von Leistungen.

Auch für alle anderen Geldbezüge aus der Sozialversicherung (Krankengeld, Arbeitslosenunterstützung, Karenzgeld, Wochengeld) gilt: Ohne Antrag beim zuständigen Sozialversicherungsträger (Gebietskrankenkasse, AMS) keine Leistung. Einzige Ausnahme: Bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten haben Arbeitgeber/-innen und behandelnde Ärzte/-innen die Pflicht, den Unfall bzw. die Berufskrankheit der AUVA zu melden.

Die Arbeiterkammer rät allen Versicherten, sich rechtzeitig zu informieren, ab wann ein Pensionsanspruch besteht. Außerdem sollte der Pensionsantrag schon zwei bis drei Monate vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der Pensionsversicherung gestellt werden. Für Auskünfte stehen die Beraterinnen und Berater der AK gerne zur Verfügung: Telefon 050/6906-1.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0041 2010-08-04 09:55 040955 Aug 10 AKO0001 0298



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