- 22.07.2010, 11:45:20
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Schennach: Psychotherapie auf Krankenschein und Wehrpflicht nicht als Sommerdebatte abstempeln
Burnout nimmt dramatisch zu - Die Abschaffung der Wehrpflicht ist seit Jahren überfällig
Wien (OTS) - "Das Bundesheer kann sich noch so sehr für
internationale Aufgaben professionalisieren und im Inneren wirksam im
Katastrophenschutz sein, aber in der heutigen Sicherheitsarchitektur
Europas an einer Wehrpflicht festzuhalten und junge Menschen in einen
Zwangsdienst zu pressen ist Anachronismus pur", erklärt der Bundesrat
der Grünen, Stefan Schennach und weiter: "Bei aller Sympathie für den
amtierenden Bundespräsidenten kann in Folge einer Debatte über die
Abschaffung der Wehrpflicht nicht die Ausweitung der Wehrpflicht für
Frauen die Lösung sein. Das wäre geradezu absurd. "Hingegen sollte
die Möglichkeit für ein finanziell attraktives, Soziales Jahr für
Frauen und Männer geschaffen werden, das vor allem den Arbeitsmarkt
der 18 bis 25-jährigen entlastet und die Zivilgesellschaft mit ihren
unverzichtbaren Leistungen und ihrem Service stützt.
Burnout ist eine grassierende Krankheit im Wirtschaftssystem. Viele
Menschen sind diesem Druck ausgesetzt, der zu langen Absenzen vom
Arbeitsmarkt führt und sehr teuer ist. "Eine rechtzeitige
Psychotherapie und Beratung auf Krankenschein ist daher die Forderung
der Stunde und sollte auf jeden Fall beides beinhalten: Beratung und
Therapie", erläutert Schennach.
Die Beschäftigten zahlen durch ihre Sozialversicherungsbeiträge
diesen Versicherungsschutz selbst ein, bekommen ihn allerdings nicht.
"Daher mein Appell, beide Debatten sehr ernsthaft in Angriff zu
nehmen und nicht als Sommerdebatte - weder in der Politik noch in den
Medien - abzustempeln. Und gleichzeitig appelliere ich an die
Regierung, in beiden Fällen mit entsprechenden Regierungsvorlagen im
Herbst aktiv zu werden", fordert Schennach.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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