• 07.07.2010, 10:00:27
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Neues ÖIF-Dossier über Chinesen in Österreich

Wien ist Österreichs China-Town: 9.653 Chinesen leben in Wien - Migrationsgeschichte reicht in 1930er Jahre zurück

Wien (OTS) - In der Wissens-Reihe ÖIF-Dossier des Österreichischen
Integrationsfonds (ÖIF) ist eine Publikation über die chinesische
Community in Österreich erschienen. Mingnan Zhao widmet sich dabei
der vergleichsweise langen Migrationsgeschichte der Chinesen in
Österreich. Aus eigener Initiative waren Chinesen im Jahr 1902 als
Händler und Arbeiter nach Österreich gekommen. In den 1930er Jahren
migrierten chinesische Landbewohner aus dem Dorf Qingtian nach
Österreich und verlegten sich erstmals auf die Gastronomie: Ende der
1940er Jahre entstanden die beiden ersten China-Restaurants.

Wien ist Österreichs China-Town

Mittlerweile gibt es rund 1168 gastronomische Betriebe in
Österreich, die von Chinesen geführt werden, davon 508 Betriebe mit
Sitz in Wien. Derzeit leben 15.673 Chinesen in Österreich, davon sind
9.653 Personen in Wien wohnhaft. Die Bundeshauptstadt ist damit klar
Österreichs China-Town. Zählt man die bereits in Österreich geborene
Generation, ethnische Chinesen mit anderer Staatsbürgerschaft sowie
Asylwerber und illegale Migranten hinzu, so umfasst die chinesische
Community schätzungsweise rund 30.000 Mitglieder, so Mingnan Zhao im
neuen ÖIF-Dossier.

Chinesen als Wirtschaftsfaktor

Nach der Gastronomie bilden Einzel- und Großhandel die
zweitwichtigste Wirtschaftsbranche für chinesische Migranten: 50
Import- & Exportunternehmen und 42 Supermärkte werden von Chinesen
betrieben. Dazu kommen Karaoke-Bars, drei chinesische Schulen,
Internetcafés und Kulturhäuser. Zwei wöchentlich erscheinende
chinesische Zeitungen informieren über lokales und internationales
Geschehen sowie Neuigkeiten aus China. Vital ist auch die
Vereinskultur der Chinesen in Österreich. Es gibt 30 Vereine und
Organisationen von Chinesen.

Schüler und Studenten wanderten zu

Von Interesse sind auch die Herkunftsregionen der chinesischen
Migranten: Während die überwiegende Mehrheit der hier ansässigen
Chinesen aus den Städten Qingtian und Wenzhou in der Provinz Zhejiang
stammt, haben sich vor allem in den letzen Jahren Zuwanderer-Gruppen
aus den verarmten Provinzen Fujian und Dongbei hinzugesellt. In den
Jahren 2002 bis 2006 gab es zudem eine Zuwanderungswelle chinesischer
Schüler und Studenten.

Das ÖIF-Dossier Nr. 10 über die chinesische Community in
Österreich steht ab sofort auf www.integrationsfonds.at/publikationen
zum Download bereit.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Integrationsfonds
Team Kommunikation
Mag. Ursula Schallaböck
[email protected]
Tel.: 01/710 12 03 - 134

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OIF

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