- 05.07.2010, 12:29:56
- /
- OTS0114 OTW0114
Fünf Jahre Anerkennung der Gebärdensprache: Königsberger-Ludwig erfreut über Entwicklung
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des fünften Jahrestags der Anerkennung
der Gebärdensprache als eigenständige Sprache in Österreich betont
SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig die Bedeutung
dieser gesetzlichen Anerkennung. "Die Abänderung der österreichischen
Bundesverfassung zur Anerkennung der Gebärdensprache, welche am 6.
Juli 2005 im Nationalrat beschlossen wurde, war ein wichtiges Zeichen
für gehörlose Menschen", so die SPÖ-Nationalratsabgeordnete. ****
"Der verstärkte Einsatz von Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetscher
in der Öffentlichkeit, sei es im Nationalrat oder bei festlichen
Veranstaltungen wird seither immer selbstverständlicher", betont die
SPÖ-Behindertensprecherin. "Ich bin zuversichtlich, dass das
diesbezügliche Angebot auch weiterhin stetig anwachsen wird!"
Königsberger-Ludwig führt in diesem Zusammenhang auch Beispiele des
zunehmenden Einsatzes der Gebärdensprache in wichtigen Bereichen des
öffentlichen Lebens an, wie etwa die ÖBB, die ihre Kassamitarbeiter
in Gebärdensprache schulen lässt, damit die wichtigsten
Verkaufsschritte in Gebärde erledigt werden können.
"Die Nationalratsdebatten und selbstverständlich seit Jahren auch die
Bundesparteitage der SPÖ werden in Gebärde simultan übersetzt", so
die SPÖ-Behindertensprecherin. Und weiter: "Aber auch im
Kulturbereich gibt es schöne Beispiele für diese Weiterentwicklung,
etwa ARBOS, die Gesellschaft für Musik und Theater, die
Theatertourneen in Gebärde für hörende und nicht hörende Menschen
veranstaltet. Als Kulturstadträtin in Amstetten habe ich auch
veranlasst, dass Amstetten ein Austragungsort ist, denn ich bin davon
überzeugt, dass die Förderung der Vielfalt in ländlichen Regionen
besonders wichtig ist, da sie für die Menschen eine wirkliche
Bereicherung darstellt!"
Besonders erfreulich sei die Übernahme von Dolmetschleistungen für
öffentlich Bedienstete seitens der jeweiligen Ressorts. "Früher
wurden diese hauptsächlich vom Sozialministerium bezahlt. Die
Verlagerung entspricht dem Grundsatz der Inklusion!", so
Königsberger-Ludwig. Für die Zukunft wichtig sei es, den
Bildungsbereich und die medizinische Versorgung mit Gebärdensprache
zu erschließen, um hier optimale Bedingungen für gehörlose Menschen
zu schaffen, die in ihrer Muttersprache kommunizieren wollen.
(Schluss) sm
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






