- 30.06.2010, 10:13:21
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BZÖ-Widmann: Nichts wirklich Neues beim Hochschuldialog
Wiedereinführung der Studiengebühren und flexible Studieneingangsphase sind unerlässlich!
Wien (OTS) - Als einen "pädagogischen Effekt in Dialogkultur"
bezeichnet BZÖ-Wissenschaftssprecher Abg. Mag. Rainer Widmann den
Abschluss des Hochschuldialogs samt Endbericht. Zwar seien die
wesentlichsten Probleme erfasst, der Bericht habe aber nichts
wirklich Neues gebracht, stellt der Wissenschaftssprecher des BZÖ
Mag. Rainer Widmann, fest. Als bisher einzig funktionierendes
Zugangsregulativ fordert Widmann die Wiedereinführung der
Studiengebühren in Verbindung mit einer flexiblen
Studieneingangsphase.
Für Widmann stellt die BZÖ-Forderung nach Wiedereinführung der
Studiengebühren das einzige Mittel gegen überquellende Hörsäle dar.
Zusätzlich verlangt er eine flexible Studieneingangsphase, die es den
Studierenden auf verbindliche Weise ermögliche, sich am Beginn ihres
Studiums zu orientieren. Diese Wünsche wurden auch in den
Arbeitsgruppen des Dialogs wiederholt gefordert, erinnert Widmann.
Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise ist für Widmann eine signifikante
Erhöhung der Basisförderung für die Universitäten unumgänglich, um
für eine echte Wissenschaftsoffensive genügend Geld bereitzustellen.
Er verweist auf Deutschland, das "trotz eines 80 Mrd. Euro Sparpakets
seinen Universitäten mit zusätzlichen 12 Mrd. Euro auf die Sprünge
hilft." In Österreich sei die Autonomie der Universitäten hingegen
wegen der zu niedrig bemessenen Grundförderung nur sehr beschränkt.
Tatsächliche und konkrete Lösungsansätze hätten die langwierigen und
zum Teil schwierig zu führenden Dialoge nicht gebracht, beurteilt
Widmann das Endergebnis. Grundsätzlich sei diese Art des Austausches
aber positiv und notwendig. Dabei habe sich auch gezeigt, dass der
Bologna-Prozess de facto nur auf dem Papier existiere und einer
Verschulung im akademischen Bereich den Weg bereite.
"Die Umstrukturierung der Hochschullandschaft darf sich nicht in der
Einführung neuer akademischer Titel erschöpfen, sie muss sich an den
Bedürfnissen von Wirtschaft und Gesellschaft orientieren", erinnert
der BZÖ-Wissenschaftssprecher. Zusätzlich zu den im Endbericht
festgehaltenen Kapazitätserhebungen für die einzelnen Studiengänge
verlangt Widmann auch jährlich zu evaluierende Bedarfserhebungen.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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