• 28.06.2010, 11:06:51
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AK: E-Mails aus dem Urlaub - Achtung vor hohen Rechnungen!

Wer was verrechnet auf einen Klick unter www.arbeiterkammer.at - Es gibt nun EU Schutzregeln für eine bessere Kostenkontrolle

Wien (OTS) - Fotos aus Venedig an Freunde mailen oder E-Mails im
türkischen Belek abrufen. "Vorsicht, Sie können Ihr blaues Wunder bei
der Internet-Rechnung erleben, vor allem wenn sie in einem
Nicht-EU-Land waren", warnt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer.
Im schlimmsten Fall können die Preise bis zu 207-mal höher sein als
in Österreich. Das zeigt ein AK Test bei fünf Anbietern über
Roamingkosten für Italien, Griechenland, Spanien, Kroatien und der
Türkei. Neu: Immerhin haben KonsumentInnen in der EU jetzt zur
Kostenkontrolle eine monatliche Preisgrenze jedenfalls von 60 Euro.
Zimmer rät: "Bei Durchschnittspreisen von rund sieben Euro pro
Megabyte gehen Sie auf Nummer sicher und verzichten Sie aufs Mailen
und Surfen im Urlaub, wenn es nicht unbedingt sein muss."

Wer im Ausland mit der USB-Karte oder einer Datenkarte im Internet
surft oder E-Mails abruft, muss mit sehr hohen Kosten rechnen.
Roaming-Gebühren von bis zu 20,80 Euro pro Megabyte Datenverkehr
lassen die Handy-Rechnung in ungeahnte Höhen schnellen. Das zeigt ein
AK Test bei A1/Bob, T-Mobile, Orange, Drei, Tele.Ring durchgeführt im
Juni für die Urlaubsländer Italien, Griechenland, Spanien, Kroatien
und der Türkei.

Zum Vergleich: Im Inland zahlen KonsumentInnen fürs Surfen und
Mailen zehn bis 25 Cent pro Megabyte, wenn sie ihre Datenpauschale
überschritten haben. Im Ausland kostet Surfen oder Mailen
durchschnittlich 6,94 Euro pro Megabyte. "Im Extremfall können für
das Megabyte im Ausland sogar bis zu 20,8 Euro verrechnet werden",
betont Zimmer.

Seit 1. Juli 2009 gibt es Höchstgrenzen für das Datenroaming
innerhalb der EU. Limit ist ein Euro pro Megabyte. Das gilt aber nur
für die Anbieter untereinander, also was ein Netzanbieter einem
anderen verrechnen darf. "Bei den Preisen für Konsumenten fehlen noch
Preisgrenzen", bedauert Zimmer.

Aber: Seit 1. März gibt es immerhin mehr Schutz für KonsumentInnen
innerhalb der EU, damit die Rechnungen im EU-Ausland nicht zu hoch
werden: eine monatliche Kostenobergrenze von rund 60 Euro (inklusive
Umsatzsteuer). Die Betreiber können auch weitere Obergrenzen mit
anderen (höheren oder niedrigeren) Beträgen anbieten. Wer sich bis 1.
Juli nicht ausdrücklich für eine Grenze entschieden hat, für den gilt
die 60-Euro-Grenze. Bei B-Free (A1), T-Mobile, Tele.Ring, Drei und
Orange kommt ausschließlich das 60-Euro-Limit zum Einsatz. A1 (bei A1
Bob, Red Bull Mobile) bietet über dieses Standardlimit hinaus noch
zusätzliche Höchstbeträge an (120, 300 und 600 Euro). "Leider gibt es
diesen Schutz innerhalb Österreichs nicht", sagt Zimmer.

Knapp vor Erreichen des vereinbarten Höchstbetrages muss der
Anbieter seinen Kunden warnen (SMS, E-Mail). Bei Erreichen des
Höchstbetrags wird der Kunde benachrichtigt, wie er den
Datenroamingdienst weiter nutzen kann und welche Kosten dafür
anfallen. Meldet sich der Nutzer nicht, muss der Anbieter den Dienst
sofort einstellen.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter
www.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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