• 23.06.2010, 10:43:46
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Europ Assistance Urlaubsstudie zeigt Trends für Sommerurlaub 2010

Österreicher urlauben kürzer als andere Europäer. Infrastruktur entscheidend bei Wahl der Urlaubsdestination. Beim Urlaubsbudget rutscht Österreich von Platz 1 auf Platz 3.

Wien (OTS) - 61% der Österreicher planen heuer einen Sommerurlaub
mit einem durchschnittlichen Gesamturlaubsbudget in Höhe von 2.278
Euro - so das Ergebnis der jährlich stattfindenden Befragung im
Auftrag der Notfall- und Serviceorganisation Europ Assistance. Ein
repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung über 18 Jahre wurde in
Österreich, Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Italien und
Spanien über Urlaubspläne und -gewohnheiten befragt. Der Vergleich
von Österreich mit den anderen europäischen Ländern zeigt auf:
Österreicher urlauben eher kürzer, geben dafür aber mehr Geld aus als
der europäische Durchschnitt.

Zwei Drittel aller Europäer planen diesen Sommer einen Urlaub

Während in den europäischen Vergleichsländern mit 64% konstant knapp
zwei Drittel der Konsumenten einen Urlaub planen, bleiben die
Österreicher auf ihrem etwas niedrigeren Niveau von 61%. Nur die
Deutschen und die Spanier sind laut Statistik noch größere
"Reisemuffel" (jeweils 59%). Mit 43% liegen die Österreicher in ihren
Ambitionen, nur einmal zu verreisen, exakt im europäischen Schnitt.
Lediglich 21% der Europäer und 18% der Österreicher werden diesen
Sommer mehrmals verreisen.
Am häufigsten (40%) wird in Österreich ein zweiwöchiger Sommerurlaub
gebucht. Für eine Woche verreisen 37% und für weniger als sieben Tage
wollen 13% den Urlaub antreten. Kurzaufenthalte bis zu einer Woche
sind in Österreich somit wesentlich beliebter (50%) als im
europäischen Durchschnitt (35%). Die Österreicher werden hier nur
noch von den Italienern mit 54% übertroffen.
An der Spitze liegen die Österreicher auch bei der Wahl von Europa
als ihre bevorzugte Destination für den Sommerurlaub 2010: 87% der
Österreicher (2009: 81%) und nur 80% aller befragten Europäer planen
ihren Urlaub in Europa. 34% der Österreicher wollen ihren Urlaub
zudem in der Heimat verbringen - europaweit fühlen sich sogar 48% im
eigenen Land am wohlsten. Urlaub in "Balkonien" wollen dennoch die
wenigsten machen, denn der Trend zu Urlaub in den eigenen vier Wänden
geht weiter auf 11% zurück. Den Rest zieht es großteils nach
Südeuropa, vor allem nach Italien und nach nahen Destinationen am
Meer. Gleichzeitig zählen die Österreicher aber auch zusammen mit den
Briten und Deutschen zu den aktivsten Urlaubern: 25% der Österreicher
planen größere Touren und wollen Neues entdecken, europaweit liegt
dieser Wert bei 20%.
Während im Jahr 2009 das Budget mit 46% der bestimmende Faktor der
Europäer für die Wahl der Urlaubsdestination war, sank dieser Wert
heuer auf 39%, und nun bestimmt wieder das Klima mit 41% den
Urlaubsort. Ganz anders verhalten sich diesbezüglich die
Österreicher: Am wichtigsten ist ihnen die Qualität der touristischen
Infrastruktur (49%), gefolgt vom Klima und dem Terrorrisiko (je 45%);
und auch die gesundheitlichen Risiken (43%) sind den Österreichern
wichtiger bei der Wahl der Urlaubsdestination als die Kosten (37%).

England und Belgien stoßen Österreich vom ersten Platz

Im Durchschnitt planen die europäischen Konsumenten 2010 für ihren
Urlaub 2.083 Euro pro Haushalt - das sind um 17 Euro mehr als im
Vorjahr. Im europäischen Vergleich zeigen sich sehr unterschiedliche
Trends: In Frankreich, Spanien und Belgien liegt das Urlaubsbudget
bereits über dem Niveau von 2008, auch Großbritannien verzeichnet
wieder einen Zuwachs um 142 Euro. Die Österreicher liegen nach einem
neuerlichen Rückgang von 2%-Punkten (-55 Euro) mit einem Budget von
2.278 Euro aber immer noch unter den Top 3. Deutschland hingegen
rutscht mit einem Minus von knapp 200 Euro (-9%-Punkte) deutlich
unter die 2.000 Euro-Marke. Während 65% der Italiener angeben, dass
die Finanzkrise einen starken Einfluss auf das Urlaubsbudget hat,
sind es in Österreich konstant nur 18% und damit so wenig wie in
keinem anderen Vergleichsland. Dennoch wollen 15% der Österreicher
(11% im Jahr 2009) maximal 1.000 Euro für den Urlaub ausgeben.
Hingegen steigt auch die Bereitschaft, mehr als 2.500 Euro
auszugeben, auf 27%.

Die Österreicher schätzen Komfort

Camping ist für die Österreicher kaum attraktiv (nur 9% vs. 14%
europaweit), der Großteil (78%) entspannt lieber in einem bequemen
Appartement oder Hotel (vs. 69% im Europa-Durchschnitt). Im Ranking
der Wunschdestinationen - wie das Meer, ländliche Gebiete, Berge oder
fremde Städte - hat sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum etwas
verändert. Der Urlaub am Meer ist immer noch der Traum der Europäer
(64%) und Österreicher (60%). Vor allem die Italiener (75%) zieht es
ans kühlende Nass, während sie für einen Urlaub auf dem Land kaum zu
begeistern sind (6%). Dies erfreut wieder mehr die Österreicher (22%)
und die Belgier (25%).
55% der Österreicher reisen mit dem Auto und 40% mit dem Flugzeug,
hier gibt es keine Änderungen zum Vorjahr.

Die Hälfte aller Europäer verwendet das Internet zur Urlaubsbuchung
Das Internet hat mit 53% seine Position als bevorzugte
Reservierungsart weiter gefestigt und erfreut sich eines konstanten
Wachstums (+ 3%-Punkte im Vergleich zu 2009, +6%-Punkte im Vergleich
zu 2008). Britische Konsumenten sind hier mit 68% die größten
Internetliebhaber (+8%-Punkte). Die Franzosen liegen wie im Vorjahr
am zweiten Platz (56%, -1%-Punkte) und die Belgier holen deutlich auf
(54%, +8%-Punkte). Aber auch in Österreich wird das Internet immer
öfter nicht nur als Informationsquelle, sondern auch zur Buchung
genutzt (48%, +3%-Punkte zu 2008). Dabei lässt sich vor allem ein
Trend zur Buchung über Reiseportale wie Expedia und Opodo ablesen.
Nur mehr 30% (ein Minus von 5%-Punkte seit 2009) nutzen das
klassische Reisebüro. Dabei ist diese Zahl noch immer ein Spitzenwert
in Europa.

Nachfrage bei Pauschalangeboten nimmt zu

Der Trend geht wieder hin zum finanziell planbaren Pauschalurlaub und
weg von selbst zusammengestellten Paketen. Während 2009 nur 27% der
Österreicher ein Pauschalangebot inklusive Transfer und Hotel
buchten, liegt dieser Wert heuer schon bei 32%. Umgekehrt wollen
heuer nur mehr 70% der Österreicher (im Vorjahr waren es noch 74%)
ihre Reise selbst zusammenstellen. Die meisten Europäer, die befragt
wurden, planen den Urlaub weit im Voraus. Vor allem die Deutschen
(78%,) und Österreicher (75%) scheinen keine Freunde der Spontanreise
zu sein und planen schon Monate vor Antritt. Auch die Zahl der
Abschlüsse an Reiseversicherungen verlagert sich zu Gunsten des
Internets: 47% (-4%-Punkte) der Österreicher kaufen ihre
Reiseversicherung noch bei der Versicherung ihres Vertrauens, 38% im
Reisebüro und 4% im Internet. England ist mit 28% der Buchungen über
das Internet einsamer Spitzenreiter, die Italiener liegen mit 5% weit
abgeschlagen an zweiter Stelle.

Um die aktuelle Veröffentlichung des Europ
Assistance-Urlaubsbarometers abzurunden, wurden die Interviewten in
diesem Jahr gebeten, jene Faktoren zu nennen, welche die Geschichte
des Tourismus im letzten Jahrzehnt geprägt haben. Das Internet wird
in überwältigendem Ausmaß als revolutionär für die gesamte
Tourismusindustrie angesehen. Die Möglichkeit, von Zuhause aus Reisen
auszusuchen und buchen zu können, macht mehr als die Hälfte der
Stimmen aus (59%), weit vor allen anderen Faktoren. Auf den weiteren
Plätzen folgen das Wachstum der Billig-Fluglinien (von 35% der
Interviewten erwähnt), knapp dahinter liegen die gestiegene
Verbreitung von "All-Inclusive"-Urlaubspaketen (27%), der Zuwachs an
Wochenend- und Kurzurlauben (24%) und der Aufstieg des
Last-Minute-Buchens (24%).

Wünsche und Ängste

Unverändert zum Vorjahr sorgen sich 41% der Österreicher während
ihres Urlaubs, dass ein Familienmitglied gesundheitliche Probleme
bekommt. Verspätungen oder Ausfällen von Flug und Bahn bereiten den
Österreichern die wenigsten Bedenken. Fürchten sich die Europäer
generell zu 30% vor einem Terrorakt, sorgen sich nur 24% der
Österreicher darum. Generell ist zu sagen, dass die Ängste der
Österreicher beim Urlaubsantritt - sei es vor Unfällen, Verlust von
Reisegepäck, Naturkatastrophen etc. - seit Jahren sinken.
"Das Urlaubsbarometer belegt, dass die Österreicher trotz Krise an
ihrer Ferientradition festhalten und sorgenfrei in den Urlaub fahren.
Auch im Onlinebereich sind generell weitere Zuwächse zu erwarten. Die
Tourismusbranche kann mit dem Niveau zufrieden sein, sollte sich aber
auf die stärkere Nachfrage nach Heimat- und Kurzurlauben, sowie das
gestiegene Interesse an Erlebnisurlauben einstellen", resümiert
Jean-Francois Diet, Geschäftsführer von Europ Assistance.

Die vollständige Studie finden Sie unter
www.europ-assistance.at/B2B/Presse

Rückfragehinweis:
Europ Assistance
Mag. Philipp Schmallegger, Mag. Clemens Prantner
Kratochwjlestraße 4, 1220 Wien
Tel. +43 1 319 55 70 - 6293 / 6268
[email protected] / [email protected]

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