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OTS0284   11. Juni 2010, 17:53

ORF.at-Redakteursvertretung: Futurezone unverzichtbar

Futurezone darf kein Bauernopfer werden


Mit Nachdruck wehrt sich die Redakteursvertretung von
ORF Online gegen die geplante gesetzliche Verstümmelung des
ORF-Internet-Angebots. Dass für den Kompromiss um ein neues
ORF-Gesetz die Futurezone von ORF Online als Bauernopfer herhalten
soll, um für Ruhe auf dem heimischen Medienmarkt zu sorgen, wirft ein
schlechtes Licht auf demokratische Grundverständnisse. Offenbar will
man kritische (Hintergrund-)Berichterstattung beschränken. Die
Einstellung inhaltlich wichtiger ORF-Online-Angebote wird niemandem
helfen - am allerwenigsten den Webangeboten der Printmedien.

Die Futurezone ist ein öffentlich-rechtliches Angebot mit den
Schwerpunkten Netzpolitik und Bürgerrechte im digitalen Zeitalter.
Sie ist als Vermittler relevanter Themen der Informations- und
Kommunikationstechnologien einzigartig. Der ORF tut gut daran, gerade
in diesem Bereich seine Informationskompetenz zu unterstreichen und
im Sinne des demokratischen Grundverständnisses aufrechtzuerhalten.
Wenn dieses Angebot verschwindet, wird es keinen Ersatz dafür geben.
Hier wird der österreichischen Medienvielfalt großer Schaden
zugefügt.

Massiven Diskussionsbedarf ortet die Redakteursvertretung von ORF
Online ebenso im angedachten Verbot von Foren auf ORF.at. Das würde
eine erhebliche Einschränkung der österreichischen
Internet-Öffentlichkeit bedeuten.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0284 2010-06-11 17:53 111753 Jun 10 ORO0001 0179



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Rückfragehinweis: Armin Sattler
ORF.at-Redakteursvertretung
Tel.: 0699 15027724

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