• 10.06.2010, 10:42:23
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Photovoltaik-Förderung: "Viel Knochen, kaum Fleisch"

Hans Kronberger: PV-Errichter fördern Staat und nicht umgekehrt

Wien (OTS) - "Als harten Knochen mit wenig Fleisch" bezeichnet
Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) das
heute vom Minister Berlakovich vorgestellte Fördermodell für
Photovoltaik-Kleinanlagen.
"Hier fördert nicht der Staat die zukunftsträchtige
Sonnenstromproduktion sondern beherzte private Sonnenstromproduzenten
den Staat", argumentiert Hans Kronberger.
Da der Förderanteil mit 30 Prozent begrenzt ist, verbleiben für den
Errichter 70 Prozent der Anlagekosten. D.h. zu den Euro 1.300 (pro
kWp) muss der private Betreiber mindestens Euro 3.000 investieren.
Dieses Modell werden laut Kronberger nur hochkarätige Photovoltaiker
annehmen. Rechnet man die beiden Summen (Euro 1.300 Förderung und
Euro 3000 private Investition) zusammen, erhält man einen Preis pro
kWp von Euro 4.300 inkl. Mehrwertsteuer. Zieht man die Mehrwertsteuer
ca. 700 Euro ab, reduziert sich die staatliche Fördersumme um diesen
Anteil und liegt damit bei einer Realfördersumme von Euro 600.
Bedenkt man den Zusatznutzen wie verringerter Devisenabfluss zum
Energiezukauf (Österreich gibt pro Jahr 11 Milliarden dafür aus) und
die Wertschöpfung für die heimische Wirtschaft inklusive der daraus
entstehenden Green Jobs, so ist der Finanzminister der größte
Profiteur an diesem System. Daher wäre der Finanzminister gut beraten
bei Bedarf die Beschränkung von Euro 35 Millionen Euro sofort nach
oben zu öffnen.

Als Retter in der Not könnten diesmal die Stromversorger
auftreten, indem Sie für den Überschussstrom einen fairen Preis
anbieten. In Zeiten von Strommangel, meist um die Mittagszeit, wird
der Strom mit Preisen zwischen 90 und 180 Cent gehandelt, hier liegt
die Stärke von Sonnenstrom, da genau zu diesem Zeitpunkt anfällt.
Einige Stromversorger bezahlen bereits zwischen 13 und 18 Cent und
machen damit das System wieder wirtschaftlich. In diesem Fall ist
Sonnenstrom auch für die Stromversorger profitabler.
"Nicht die Produktion von Photovoltaikstrom ist teuer sondern in
einer gesamtwirtschaftlichen Rechnung der Verzicht darauf", resümiert
Hans Kronberger.

Rückfragehinweis:
Bundesverband Photovoltaic Austria
Neustiftgasse 115A/19, 1070 Wien
Telefon +43 (0)664 22 16 929
[email protected]
www.pvaustria.at

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