• 18.05.2010, 10:54:15
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Paierl: ÖAAB-Bildungspapier entstand offenbar unter dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass"

ÖAAB wagt mit Bildungskonzept einen zaghaften Schritt in die richtige Richtung, dem aber noch viele weitere folgen müssen

Wien (OTS) - "10 Punkte umfasst das gestern präsentierte und etwas
zahnlose Bildungspapier des ÖAAB. 10 Punkte, die mit Sicherheit nicht
ausreichen werden, um das österreichische Dauerabo für die hintersten
OECD-Ränge und die schlechten PISA-Ergebnisse aufzukündigen", weiß
mc-Präsident DI Herbert Paierl. Sicherlich habe der ÖAAB mit seinem
Bildungskonzept einen Schritt in die richtige Richtung gewagt, diesem
müssten aber noch viele weitere folgen. "Die vollmundigen
ÖAAB-Forderungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem
die zentralen Bereiche Schulautonomie oder Lehrerdienstrecht
umschifft oder gar nicht erst angesprochen werden." Dieses Papier sei
offenbar unter dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht
nass" entstanden, übt der mc-Präsident Kritik am ÖAAB-Bildungspapier.
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"Österreich braucht ein zeitgemäßes und deutlich schlankeres
Verwaltungssystem, ein neues, leistungsorientiertes Lehrerdienstrecht
und echte Schulautonomie. Das sind die drei Kernelemente des
mc-Bildungsmodells, die das ÖAAB-Papier schlicht ausklammert", so
Herbert Paierl. Ein einheitliches Lehrerdienst- und besoldungsrecht
würde der Schulleitung die Entwicklung eines professionellen und
engagierten Lehrkörpers ermöglichen. Finanziell könnten besondere
Lehrerleistungen auch belohnt werden, was Anreize für gesteigertes
Engagement der Lehrer schaffen würde.

Auch die tatsächliche Ausgestaltung der Schulautonomie sieht für
den mc anders aus, als im ÖAAB-Papier beschrieben: Im mc-Modell
werden Schul- und Regionalebene massiv gestärkt und die Landesebene
eingespart. Die Bundesebene übernimmt verstärkt strategische
Aufgaben. Erstmals ist die Schule Dreh- und Angelpunkt des
Bildungssystems und steuert auch die Personalentwicklung selbst. Ein
offener Arbeitsmarkt für Lehrer ermöglicht, dass diese sich an der
Schule ihrer Wahl selbst bewerben können. Neben verkürzten
Entscheidungswegen und schulischer Selbstevaluation verfügen die
Schulen über Globalbudgets, aus welchen Personal- und
Verwaltungsaufwand sowie die Schulerhaltung finanziert werden.

Zur Qualitätsverbesserung sieht das mc-Modell Bildungsstandards
mit klaren Mindestlevels vor. Zentrale Prüfungen an wichtigen
Übergangsstellen und die Informationsweitergabe der Ergebnisse an die
Schulen sind Pflicht. Die jährliche Veröffentlichung eines nationalen
Bildungsberichtes würde erstmalig umfassende Leistungs- und
Kostentransparenz ermöglichen.

Durch Vereinfachungen im Bereich der Verwaltung und der damit
einhergehenden Effizienzsteigerung eröffnet das mc-Modell enormes
Einsparungspotenzial. "Radikaler Systemumbau, massive Stärkung von
Schul- und Regionalebene, Abschaffung der Landesebene und der Rückzug
des Bundes auf strategische Aufgaben bringen rund eine Milliarde Euro
an Einsparungspotenzial", rechnet Herbert Paierl.

"Das ÖAAB-Papier mag ein gut gemeintes Bildungskonzept sein, ein
Zukunftskonzept ist es aber definitiv nicht", meint der mc-Präsident.
Solange die heißen Eisen Schulautonomie und Lehrerdienstrecht nicht
angegriffen werden und eine echte Schulverwaltungsreform
ausgeklammert wird, kann es zu keiner dringend nötigen Wende in der
österreichischen Bildungspolitik kommen. "Und das schadet der Zukunft
unserer Kinder und des Wirtschaftsstandortes Österreich", so Herbert
Paierl abschließend.

Das mc-Schulverwaltungsmodell finden Sie unter:
www.managementclub.at/document/mc-Modell_Schulverwaltung_NEU.pdf.

Rückfragehinweis:
management club, Alexandra Hofer,
Tel.: +43-1 512 79 35, [email protected]

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