• 28.04.2010, 08:51:02
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Festveranstaltung zum 150. Geburtstag von Theodor Herzl

"Machet keine Dummheiten, während ich todt bin"

Wien (OTS) - Die Israelitische Kultusgemeinde Wien und die
Botschaft des Staates Israel laden zur Festveranstaltung zum 150.
Geburtstag von Theodor Herzl am Sonntag, 2. Mai 2010, um 17.45 Uhr in
den Wiener Stadttempel, 1010 Wien, Seitenstettengasse 2 ein.

- Begrüßung und Festansprache - Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg
Auszüge aus der Rede von Oberrabbiner Akiba Eisenberg s.A., gehalten
während der Zeremonie am 14. August 1949 als der Sarg von Theodor
Herzl im Wiener Stadttempel aufgebahrt war.

- Vortrag von Dr. L. Joseph Heid
"Der jüdische Jules Verne - Ein HERZL-icher Glückwunsch"

- S.E. Aviv Shir-On, Botschafter des Staates Israel,
"Theodor Herzl von Wien nach Tel Aviv"

- Musikalische Umrahmung: ?
Orsolya Korcsolan, Geige und Christoph Stradner, Cello mit Werken
von Maurice Ravel, Erwin Schulhoff und Johan Handel-Halvorsen

Hintergrundinformation:

Theodor Herzl 1860-1904, Gründervater des modernen Zionismus
1860, 2. Mai: Theodor Herzl wird in Budapest geboren.
1884 Promotion an der Juridischen Fakultät der Universität Wien.
1891-1895 Korrespondent der Wiener "Neuen Freien Presse" in Paris
Unter dem Eindruck der "Dreyfus-Affäre" entwickelt Herzl die Idee
einer organisierten Emigration der Juden in einen eigenständigen
Staat.
1896 Redakteur der "Neuen Freien Presse" in Wien. Mit seiner
Veröffentlichung "Der Judenstaat" wird Herzl zum Initiator des
politischen Zionismus.
1897 Herzl veranstaltet in Basel den ersten Zionistischen
Weltkongress. Auf der Tagung wird das "Basler Programm" beschlossen,
das die "Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte
für das jüdische Volk in Palästina" fordert. Herzl wird zum ersten
Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation gewählt und gibt in
Wien die Monatszeitschrift "Die Welt" als Organ der zionistischen
Bewegung heraus.
1899 Gründung des "Jewish Colonial Trust" zum Ankauf von Land in
Palästina.
1902 In seinem Roman "Altneuland" entwirft Herzl eine mögliche
politisch-soziale Ordnung eines selbständigen jüdischen Staats in
Palästina.
1904, 3. Juli: Theodor Herzl stirbt an einem Herzleiden in Edlach
(Österreich).
1949 Herzl wird in den 1948 gegründeten Staat Israel überführt und
auf einem nach ihm benannten Berg westlich von Jerusalem beigesetzt.

Orsolya Korcsolan - trat im Alter von 12 Jahren in die Ferenc Liszt
Akademie für Musik in Budapest ein. Studium an der Juliard School in
New York. Sie ist die erste ungarische Violinistin, die ein Master of
Music Degree für Violine von der Juiliard School erhielt. Auftritte
mit Dirigenten wie Sir Georg Solti, Lorin Maazel, Zubin Mehta, André
Previn, Pierre Boulez, uva. auf.

Christoph Stradner - ist seit 2004 1. Solocellist der Wiener
Symphoniker. Solistische Auftritte bei Festivals (Carinthischer
Sommer, Bregenzer Festspiele, Haydnfestspiele Eisenstadt, Wiener
Musiksommer). Kammermusiktätigkeit mit Partnern wie Julian Rachlin,
Janine Jansen, Lidia Baich, uva.

Priv.-Doz. Dr. L. Joseph Heid - Historiker,Literaturwissenschaftler,
Publizist, Promotion 1982 (Universität Duisburg), Habilitation 1993
(Universität Potsdam), Venia legendi für Neuere Geschichte.
Zahlreiche Publikation zur deutsch-jüdischen Beziehungs- u.
Literaturgeschichte und zum Ostjudentum. Mitherausgeber der
Judacia-Reihe des Campus-Verlages Frankfurt.

Rückfragehinweis:
Sonia Feiger
Chefredaktion "Die Gemeinde"
Israelitische Kultusgemeinde
Tel.: (01) 53 104-270

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