- 22.04.2010, 10:00:14
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24. April: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche. Politik muss endlich Paradigmenwechsel vollziehen
Wien (OTS) - Weltweit wird am 24. April der "Internationale Tag
zur Abschaffung der Tierversuche" begangen. Aus diesem Anlass fordert
der "Internationale Bund der Tierversuchsgegner" (IBT) von Politik
und Wissenschaft, sich endlich von der völlig veralteten,
unwissenschaftlichen und insbesondere grausamen Methode des
Tierversuches zu verabschieden.
Die TierversuchsgegnerInnen sind überzeugt, dass auch ohne
Tierversuche der gewünschte medizinische Fortschritt gesichert werden
kann. Schließlich gibt es Ersatzmethoden, hervorragende
WissenschafterInnen und eine etablierte Alternativforschung, die nur
weiter ausgebaut und besser unterstützt werden muss.
Keine Förderung von Tierversuchen mit öffentlichen Mitteln
Was fehlt, ist die klare Entscheidung der politisch
Verantwortlichen gegen die untauglichen Tierversuche, damit jene
Ressourcen, die der Tierversuchsforschung zur Verfügung gestellt
werden, umgeschichtet werden und in die Entwicklung und Etablierung
von Ersatzmethoden und neuen Teststrategien fließen können.
"Es ist sicher nicht im Sinne der europäischen BürgerInnen, die
sich ihrer ethischen Verantwortung gegenüber den tierischen
Mitlebewesen bewusst sind, dass mit ihrem Steuergeld Projekte mit
Tierversuchen in Milliardenhöhe finanziert werden, während für die
Entwicklung von Ersatzmethoden nur ein klitzekleiner Bruchteil bereit
gestellt wird", sagt Gerda Matias, Präsidentin des "Internationalen
Bundes der Tierversuchsgegner" (IBT).
Allein wegen der völlig ungleichen Verteilung öffentlicher Mittel
kann ein Wettbewerb zwischen Tierversuchs- und Alternativmethode
derzeit nicht zugunsten Letzterer entschieden werden, wie die
offiziellen Statistiken über die Anzahl der verwendeten Versuchstiere
deutlich belegen: In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der
Tierversuche nicht nur in Österreich - wo alle drei Minuten ein Tier
nach leidvollen und schmerzhaften Eingriffen am lebendigen Leibe sein
Leben in einem Labor lassen muss - sondern EU-weit kontinuierlich
angestiegen.
Diese verheerende Entwicklung ist nur zu stoppen, indem ein
Paradigmenwechsel eingeleitet und den Tierversuchen eine klare Absage
erteilt wird, zumal die Eingriffe an Tieren selbst keine
wissenschaftlich abgesicherte Methode darstellen. Denn die ethisch
umstrittenen Tierversuchsverfahren wurden selbst nie validiert. Daher
sind sie ein völlig unzureichendes Instrumentarium, um verlässliche
Sicherheitsdaten von Substanzen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse
zu erhalten, die sich auf Mensch und Umwelt übertragen lassen.
Gesellschaftliche Inakzeptanz von Tierversuchen
Davon abgesehen ist es an der Zeit, dass die Politik der
gesellschaftlichen Inakzeptanz von Tierversuchen Rechnung trägt.
Das zufällig bekannt gewordene grausame Lawinenexperiment im Tiroler
Ötztal, bei dem eine Gruppe Schweine bei lebendigem Leibe erstickt
und eine andere Gruppe Schweine dem Gefriertod ausgesetzt wurde,
musste gestoppt werden, weil es in der Bevölkerung eine Welle der
Bestürzung und Empörung ausgelöst hat:
Durch diese Experimente wurde das ethische Empfinden der Menschen
krass verletzt. Der vorgegebene, gesetzlich sanktionierte Zweck
heiligt das Mittel des Tierversuchs nicht. Somit ist es höchste Zeit,
dass sich auch die für Tierversuche verantwortlichen PolitikerInnen
dieser ethischen Verantwortlichkeit stellen.
Der Gedenktag für die Versuchstiere wird seit 1962 begangen. Er
geht auf den Geburtstag von Lord Dowding, einem Mitglied des
britischen Oberhauses zurück, der sich besonders für Tierschutz
engagiert hat.
Rückfragehinweis:
Mag. Romana Rathmanner
Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)
Tel.: +43/1/713 08 23-11, Fax: +43/1/713 08 23-10
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.tierversuchsgegner.at
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