- 19.03.2010, 12:40:03
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Strache (2): Hohes ORF-Führungsmitglied bestätigt ORF-Manipulationen
Belastende Passagen wurden vorsätzlich gelöscht
Wien (OTS) - "Am Freitag, dem 12. März 2010 gegen 21 Uhr wurde dem
ORF zur Kenntnis gebracht, dass aufgrund eines Zwischenfalles und
einer Anzeige von mir während dieser Veranstaltung Ermittlungen gegen
den ORF aufgenommen wurden", erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann HC
Strache im weiteren Verlauf seiner heutigen Pressekonferenz.
Die entsprechenden Erhebungen konzentrierten sich dann auf der einen
Seite auf die bei der Veranstaltung in Wiener Neustadt anwesenden
Zeugen und andererseits auf die im ORF Verantwortlichen. Dazu wurde
ein Gespräch mit dem Informationsdirektor Oberhauser geführt und
dieser in Kenntnis gesetzt, dass die Staatsanwaltschaft aufgrund der
diversen strafrechtlichen Übertretungen dringend die Herausgabe der
entsprechenden Bänder verlange.
Oberhauser erklärte sich offensichtlich unwissend und sagte zu, der
Causa "nachgehen zu wollen". Laut den bekannten Informationen wurden
in der Folge auch der Sendungsverantwortliche und weitere
Direktionsmitglieder von dem Begehren der Staatanwaltschaft bzw.
Polizei verständigt.
Am Montag den 15.3. kam es dann zur Übergabe der besagten Bänder an
Beamte der Bundespolizei, die im ORF erschienen waren, nachdem man
sich vier Stunden geweigert hat. Erst nachdem mit Festnahme gedroht
wurde, hat man das ORF-Band übergeben. Den Beamten wurden Bänder
vorgelegt, von denen behauptet wurde, es handle sich um die
entsprechenden Bänder. Der ORF wollte die Bänder nur als Kopie
rausrücken, was von Seiten der Sicherheitsorgane beeinsprucht wurde.
Letztendlich erfolgte dann doch die Übergabe der besonderen
Beweismittel.
Am nächsten Tag (16.3.) meldete der Standard, die Kontrolle der
Bänder habe ergeben, dass sich darauf keine Passagen mit
neonazistischem Gedankengut bzw. Sprüchen befinden.
Am 16.3. um 17.56 Uhr wurde Strache durch ein hohes
ORF-Führungsmitglied folgender Sachverhalt bestätigt:
- ORF-interne Untersuchungen hätten ergeben, dass die der Polizei
übergebenen Bänder vorher betriebsintern "überprüft" und die
belastenden Passagen vorsätzlich gelöscht wurden
(Beweismittelunterdrückung).
- Diese ORF-interne Untersuchung habe auch bestätigt, dass die
beiden belasteten Neonazis vom ORF (der Redaktion "Am Schauplatz")
extra engagiert und dafür auch finanziell entschädigt wurden. Der vor
Ort befindliche Redakteur gab zu, mit den beiden Personen (Neonazis)
seit längerem bekannt gewesen zu sein, mit diesen auch privat
verkehre, und sie tatsächlich für diesen Auftritt engagiert habe
(Zitat : "da könnt ihr endlich dann dem Strache direkt gegenüber
treten")
- Diese Information hat in höchsten ORF-Kreisen absolute Bestürzung
ausgelöst und es werde erwartet, dass die entsprechenden Konsequenzen
getroffen werden. Direkt aus dem ORF-Vorstand haben uns Informanten
zugetragen, dass sie mit diesen Methoden, welche strafrechtliche
Relevanz haben, nicht leben können und diese Causa aufgedeckt werden
muss und es auch zu Konsequenzen kommen muss.
Das war die Aussage eines ORF-Führungsmitglieds. "Und wir hören
inoffiziell von so einigen am Küniglberg, dass sie dieses Vorgehen
des ORF ungeheuerlich finden", erklärte Strache. "Ich möchte hier
auch ausdrücklich betonen, dass unsere Kritik selbstverständlich kein
Angriff ist gegen jene zahlreichen ORF-Redakteure und
ORF-Mitarbeiter, die faire und sachliche Arbeit leisten und die oft
genug unter der Unobjektivität und Inkompetenz von Mitgliedern der
ORF-Führung zu leiden haben."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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