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Gas und Wärme dürfen nicht teurer werden

Fachverbands-Obmann Miksits: "Eine CO2-Steuer dient nur dem breiten Abkassieren und bringt dem Klimaschutz nichts".

Wien (OTS) - Der Fachverband Gas Wärme spricht sich massiv gegen
die Pläne von Umweltminister Niki Berlakovich aus, mittels einer CO2-Steuer auf Erdgas die Kunden weiter zu belasten. Eine Erhöhung um 6 Cents - wie von Berlakovich angekündigt - bedeutet in Wahrheit eine Erhöhung um 7,2 Cent, da auch noch die 20-prozentige Umsatzsteuer aufgeschlagen wird. Für einen durchschnittlichen Haushalt (15.000 kWh) ergäbe sich alleine durch die zusätzliche CO2-Steuer auf Gas eine Mehrbelastung von knapp 100 Euro im Jahr bei bisherigen Gesamtkosten von rund 900 Euro. Die Gesamtsteuer- und Abgabenbelastung des Gaspreises stiege von rund 30% auf beachtliche 36%. Weitere Mehrbelastungen durch höhere Strom- und Benzinpreise sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Damit legt die österreichische Bundesregierung den Energieverbrauchern ein massives Belastungspaket vor - und das mitten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

"Die CO2-Steuer dient nur dem breiten Abkassieren zur Sanierung
des Budgets und bringt dem Klimaschutz nichts", bezweifelt Fachverbands-Obmann Helmut Miksits die ökologische Treffsicherheit der CO2-Steuer. "Wir wissen aus Erfahrung, dass höhere Preise zu keinem geringeren Verbrauch bei Gas führen, und sehen in dieser Maßnahme keine Ökologisierung des Österreichischen Steuersystems". Ökologische Lenkungseffekte können nur dann realisiert werden, wenn die zusätzlichen Einnahmen zweckgebunden für energieeffizienzsteigernde Maßnahmen eingesetzt werden, wie z.B. den Tausch von Heizkesseln.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Einseitigkeit der diskutierten "Öko-Steuer". Unter dem Schlagwort "Ökologisierung des Steuersystems" einseitig nur auf CO2-Emissionen abzustellen, ist aus Sicht des Fachverbandes Etikettenschwindel. Tatsächlich müssen die gesamten Umweltauswirkungen beim Einsatz von Energieträgern berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass auch andere Luftschadstoffe wie NOx und Feinstaub in die Rechnung einbezogen werden müssen. Hier weist Erdgas im Vergleich zu Pellets oder Öl deutlich positivere Umwelteigenschaften auf. Eine Erhöhung - geschweige denn eine Verdopplung - der Erdgasabgabe ist daher auch aus Umweltgesichtspunkten keineswegs gerechtfertigt.

Der Fachverband der Gas- und Fernwärmeunternehmen(FGW) ist die unabhängige, gesetzliche Interessenvertretung aller Unternehmen der Gas- und Wärmeversorgung Österreichs. Gemeinsam mit seinen 600 Mitgliedsunternehmen engagiert sich der FGW für den wirtschaftlichen, sicheren und umweltschonenden Einsatz von Fernwärme und Fernkälte, Erdgas, Biogas, in Österreich.

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