• 19.03.2010, 11:49:31
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Gas und Wärme dürfen nicht teurer werden

Fachverbands-Obmann Miksits: "Eine CO2-Steuer dient nur dem breiten Abkassieren und bringt dem Klimaschutz nichts".

Wien (OTS) - Der Fachverband Gas Wärme spricht sich massiv gegen
die Pläne von Umweltminister Niki Berlakovich aus, mittels einer
CO2-Steuer auf Erdgas die Kunden weiter zu belasten. Eine Erhöhung um
6 Cents - wie von Berlakovich angekündigt - bedeutet in Wahrheit eine
Erhöhung um 7,2 Cent, da auch noch die 20-prozentige Umsatzsteuer
aufgeschlagen wird. Für einen durchschnittlichen Haushalt (15.000
kWh) ergäbe sich alleine durch die zusätzliche CO2-Steuer auf Gas
eine Mehrbelastung von knapp 100 Euro im Jahr bei bisherigen
Gesamtkosten von rund 900 Euro. Die Gesamtsteuer- und
Abgabenbelastung des Gaspreises stiege von rund 30% auf beachtliche
36%. Weitere Mehrbelastungen durch höhere Strom- und Benzinpreise
sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Damit legt die
österreichische Bundesregierung den Energieverbrauchern ein massives
Belastungspaket vor - und das mitten in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten.

"Die CO2-Steuer dient nur dem breiten Abkassieren zur Sanierung
des Budgets und bringt dem Klimaschutz nichts", bezweifelt
Fachverbands-Obmann Helmut Miksits die ökologische Treffsicherheit
der CO2-Steuer. "Wir wissen aus Erfahrung, dass höhere Preise zu
keinem geringeren Verbrauch bei Gas führen, und sehen in dieser
Maßnahme keine Ökologisierung des Österreichischen Steuersystems".
Ökologische Lenkungseffekte können nur dann realisiert werden, wenn
die zusätzlichen Einnahmen zweckgebunden für
energieeffizienzsteigernde Maßnahmen eingesetzt werden, wie z.B. den
Tausch von Heizkesseln.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Einseitigkeit der diskutierten
"Öko-Steuer". Unter dem Schlagwort "Ökologisierung des Steuersystems"
einseitig nur auf CO2-Emissionen abzustellen, ist aus Sicht des
Fachverbandes Etikettenschwindel. Tatsächlich müssen die gesamten
Umweltauswirkungen beim Einsatz von Energieträgern berücksichtigt
werden. Das bedeutet, dass auch andere Luftschadstoffe wie NOx und
Feinstaub in die Rechnung einbezogen werden müssen. Hier weist Erdgas
im Vergleich zu Pellets oder Öl deutlich positivere
Umwelteigenschaften auf. Eine Erhöhung - geschweige denn eine
Verdopplung - der Erdgasabgabe ist daher auch aus
Umweltgesichtspunkten keineswegs gerechtfertigt.

Der Fachverband der Gas- und Fernwärmeunternehmen(FGW) ist die
unabhängige, gesetzliche Interessenvertretung aller Unternehmen der
Gas- und Wärmeversorgung Österreichs. Gemeinsam mit seinen 600
Mitgliedsunternehmen engagiert sich der FGW für den wirtschaftlichen,
sicheren und umweltschonenden Einsatz von Fernwärme und Fernkälte,
Erdgas, Biogas, in Österreich.

Rückfragehinweis:

Mag. Michael Mock
   Geschäftsführer 
   Fachverband der Gas- und Fernwärmeunternehmen
   Schubertring 14, A-1015 Wien
   Tel.: +43/1/513 15 88/11
   Fax:+43/1/513 15 88/25
   Email: [email protected]  
   URL:   www.gaswaerme.at

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