• 19.03.2010, 09:56:38
  • /
  • OTS0059 OTW0059

Bayr: Wald, Wasser und Wetter brauchen politischen Schutz

SPÖ-Umweltsprecherin Bayr fordert mehr Engagement im Klimaschutz

Wien (OTS/SK) - Anlässlich der internationalen Tage zu den Themen
Wald, Wasser und Wetter (21. bis 23. März) betont
SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr die Notwendigkeit, noch heuer in
Cancun ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zu unterzeichnen. "Ich teile in
diesem Punkt nicht die Meinung der EU-Kommission, dass dieser
wichtige Vertrag notfalls auch erst 2011 in Südafrika realisiert
werden kann - diesen zeitlichen Spielraum haben wir schon lange
verspielt!", so Bayr. Die EU-Kommission hatte wiederholt darauf
hingewiesen, dass die noch auszuhandelnden Details für das
internationale Klimaschutzabkommen, die einen Abschluss in Kopenhagen
letzten Dezember verhindert haben, einen rechtsverbindlichen Vertrag
auch in Mexiko im Herbst dieses Jahres verhindern könnten. "Hier
vorschnell klein beizugeben, ist mit Sicherheit die falsche
Strategie", so Bayr. "Wir haben noch einige Runden an
Vorverhandlungen. Die nächsten sind im April und Juni in Bonn. Sie
werden nur dann gewünschte Ergebnisse zeigen, wenn wir nicht schon
jetzt den Druck abschwächen!" ****

In dem Zusammenhang macht Bayr darauf aufmerksam, dass die globale
Bedrohung der Klimaerwärmung Fakt sei und auch nicht durch
Detailfehler des UN-Klimarates, die in den letzten Monaten für
Aufregung sorgten, in Frage stünde. "Es ist zwar bedauerlich, dass es
Irrtümer beim IPCC gab, aber ob die Himalaya-Gletscher 2035 oder erst
später völlig verschwunden sind, ist in der Gesamtheit der
Klimaerwärmung nicht entscheidend: Wir erleben bereits jetzt eine
globale Erderwärmung, die wissenschaftlich auch in ihrem Ursprung -
nämlich dem Verbrennen von Kohlenstoffen, nachgewiesen ist. Die
Erwärmung ist dringend mit allen gebotenen Mitteln einzubremsen",
betont Bayr. "Daran ist einfach nicht zu rütteln!"

In ihrem Bericht zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen vom 16. März
stellte die Kommission außer Frage, dass nun alle Anstrengungen
seitens der EU und ihrer einzelnen Mitgliedstaaten gefordert wären,
um auch die wichtigen Drittländer (wie die USA, Brasilien, Indien und
China) von der Notwendigkeit eines bindenden Klimaabkommens und den
darin enthaltenen Treibhausgasreduktionsminderungen zu überzeugen.
"In diesem Sinn appelliere ich an Umweltminister Berlakovich, jetzt
nicht nur den Verhandlungen auf EU-Ebene zu vertrauen, sondern selbst
aktiv zu werden und intensiv für das Kyoto-Nachfolgeabkommen zu
kämpfen!", bekräftigt Bayr. (Schluss) rb/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel