• 18.03.2010, 19:52:26
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Neues Volksblatt: "Reform" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 19. März 2010

Linz (OTS) - Was eine Reform der Schulverwaltung und damit
verbunden auch eine Effizienzsteigerung betrifft, kann Oberösterreich
leichten Herzens den Mund ziemlich voll nehmen. 9,8 Millionen Euro im
Jahr braucht man, um das komplexe Gebilde Schule - mehr als 220.000
Schüler, 21.000 Lehrer, 1019 Schulen - zu verwalten. Das sind um gut
vier Millionen Euro weniger, als es dem Anteil Oberösterreichs am
Gesamtkuchen entsprechen würde. Man hat, um es im Bildungsjargon zu
sagen, seine Hausaufgaben gemacht.
Wenn die OÖVP nun in Absprache mit den anderen Bundesländern ein
Reformpaket auf den Tisch legt, das die Schulverwaltung
österreichweit weg von einer zentralistischen Struktur hin zu den
"Kunden" bringen soll, wird der Ball an den Bund weitergespielt.
Während andere dem Populismus frönen und die Verkleinerung oder
Auflösung politischer Gremien als Wundermittel propagieren, wird hier
die Verwaltungsdebatte in einem konkreten Bereich auf den Punkt
gebracht. Man darf gespannt sein, mit welchen Argumenten dem
Vorschlag begegnet beziehungsweise wie man doch dem Zentralismus das
Wort reden wird. Die Punze "Reformverweigerer" müssen sich die Länder
in diesem Punkt jedenfalls nicht aufdrücken lassen.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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