OTS0345 / 18.03.2010 / 19:52
/ Channel: Politik
/ Aussender: Neues Volksblatt
Stichworte:
Politik / Pressestimmen / Vorausmeldung
Linz (OTS) - Was eine Reform der Schulverwaltung und damit verbunden auch eine Effizienzsteigerung betrifft, kann Oberösterreich leichten Herzens den Mund ziemlich voll nehmen. 9,8 Millionen Euro im Jahr braucht man, um das komplexe Gebilde Schule - mehr als 220.000 Schüler, 21.000 Lehrer, 1019 Schulen - zu verwalten. Das sind um gut vier Millionen Euro weniger, als es dem Anteil Oberösterreichs am Gesamtkuchen entsprechen würde. Man hat, um es im Bildungsjargon zu sagen, seine Hausaufgaben gemacht. Wenn die OÖVP nun in Absprache mit den anderen Bundesländern ein Reformpaket auf den Tisch legt, das die Schulverwaltung österreichweit weg von einer zentralistischen Struktur hin zu den "Kunden" bringen soll, wird der Ball an den Bund weitergespielt. Während andere dem Populismus frönen und die Verkleinerung oder Auflösung politischer Gremien als Wundermittel propagieren, wird hier die Verwaltungsdebatte in einem konkreten Bereich auf den Punkt gebracht. Man darf gespannt sein, mit welchen Argumenten dem Vorschlag begegnet beziehungsweise wie man doch dem Zentralismus das Wort reden wird. Die Punze "Reformverweigerer" müssen sich die Länder in diesem Punkt jedenfalls nicht aufdrücken lassen.
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OTS0345 2010-03-18/19:52
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