• 18.03.2010, 13:59:43
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Blecha fordert Novellierung des GuKG um bessere Betreuung für Pflegebedürftige zu garantieren

Lehrberuf "Sozialbetreuer" soll endlich realisiert werden

Wien (OTS/SK) - "Der Seniorenrat fordert eine Novellierung des
Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) um dem steigenden
Personalbedarf im Pflegebereich nachkommen zu können", erklärte der
Präsident des Österreichischen Seniorenrats und des Österreichischen
Pensionistenverbandes (PVÖ) Karl Blecha im Zuge einer
Pressekonferenz, am Donnerstag. Mit der Gesetzesnovelle wolle der
Seniorenrat die Pflegehilfen aufwerten und ihre Tätigkeitsbereiche
ausweiten. "Wir wollen eine Gleichstellung von Laien mit
Personenbetreuern in Bezug auf einzelne pflegerische Maßnahmen
erreichen", so Blecha. Insgesamt strebt Blecha eine bessere Betreuung
in qualitativer und quantitativer Hinsicht an. Dazu gehöre
selbstverständlich die Realisierung des Lehrberufes "Sozialbetreuer",
erklärte der Präsident des Seniorenrates. ****

"Wir freuen uns sehr, dass Sozialminister Rudolf Hundstorfer sehr
rasch begonnen hat, ein Pilotprojekt zu starten, indem die
Pflegegeldeinstufung nicht mehr allein durch den Arzt erfolgt,
sondern auch mit der Pflegekraft, die den Patienten kennt", so
Blecha.

E-Medikation bundesweit einführen

Blecha zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über das Pilotprojekt
"Arzneimittelsicherheitsgurt", zur Vermeidung von unterwünschten
Nebenwirkungen bei Mehrfachmedikation. Das durch die Hilfe von
Gesundheitsminister Alois Stöger realisierte Projekt in Salzburg 2007
lieferte nun erste erfolgreiche Ergebnisse. "Der Erfolg des
"Arzneimittelsicherheitsgurtes" gibt uns die Legitimation und die
Voraussetzung dieses Pilotprojekt in ganz Österreich einzuführen",
betonte Blecha. Und weiter: "Medikamente, die oft verschrieben
werden, können durch Nebenwirkungen neue Krankheiten und Beschwerden
hervorrufen."

Die E-Medikation verhindere, dass Medikamente verschrieben werden,
die sich nicht miteinander vertragen, so Blecha, der bekräftigte: "Es
gilt hier Leben zu retten, denn durch Nebenwirkungen kommen viele
ältere Menschen Jahr für Jahr zu Tode." Des Weiteren werden auch
Einsparungspotentiale durch dieses Verfahren erwartet, so der
Präsident des Seniorenrats. "Dieses Projekt muss bundesweit so
schnell wie möglich eingeführt werden", appellierte Blecha an die
Bundesregierung.

Kultur- und Informationskanal im ORF mehr auf Interesse der
Senioren eingehen

Mit dem General- und Programmdirektor des ORF habe der Seniorenrat
gute Gespräche gehabt und eine Zusicherung erlangt, dass der neue
Kultur- und Informationskanal (TW 1) sich im Besonderen Maße der
Probleme annehme, die besonders ältere Menschen betreffen. "Das ist
ein wichtiger Schritt, denn die Senioren sind die größte Hörer- und
Sehergruppe beim ORF", betonte Blecha und sieht die Forderungen und
die Interessen der Senioren durch Beppo Mauhart und Gerhard
Tötschinger sehr gut vertreten.

Weitere Themen, die während der heutigen Vorstands- und
Präsidiumssitzung des österreichischen Seniorenrats diskutiert worden
waren: Pensionen, Pensionskasse und die Budgetkonsolidierung. Blecha
stellte abschließend klar: "Wir sind die Interessensvertretung, die
die gesellschaftlichen Aufträge und Interessen von mehr als zwei
Millionen Menschen sehr entschieden in allen Bereichen vertreten."
(Schluss) ab

Rückfragehinweis:
Pensionistenverband Österreichs, Andreas Wohlmuth, 01-31372-30

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