- 15.03.2010, 11:31:49
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"Kärnten baut": Sparsamkeit bringt mehr Straßenkilometer
LH Dörfler und Abteilungsvorstand Bidmon informierten über Einsparungspotentiale im der Landesstraßenbauabteilung - Ziel: 5,82 Mio. Euro jährlich
Klagenfurt (OTS/LPD) - "Kärnten spart - Kärnten baut": Dieses
Motto hat Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler für die
Abteilung 17 - Straßen und Brücken ausgegeben. Heute, Montag,
informierte er in einer Pressekonferenz gemeinsam mit
Abteilungsvorstand Volker Bidmon über Optimierungsmöglichkeiten. Ziel
sei eine jährliche Einsparung von 5,82 Mio. Euro, die schrittweise
bis 2014 erreicht werden soll. Auch der Personalstand soll bis 2014
durch natürlichen Abgang um 70 Mitarbeiter reduziert werden.
Dörfler sprach von einem qualitativen Sparprogramm für seine
"Paradeabteilung im Land". Die eingesparten Mittel sollen in den
Straßenbau investiert werden. Mit den angepeilten 5,82 Mio. könne man
rund sechs Kilometer Straße errichten, veranschaulichte er. Erzielt
werden sollen die Einsparungen durch eine Reduktion des
Mitarbeiterstandes und des Fuhrparks, durch Partnerschaften mit der
Bauwirtschaft im Winterdienst, Standortoptimierungen, Eigenbaulose,
optimierte Planung und neue Baumethoden.
Der derzeitige Personalstand von 757 soll laut Dörfler bis 2014
durch natürlichen Abgang auf 687 reduziert werden. Pro Jahr bedeute
das ab 2014 eine Einsparung von 3,5 Mio. Euro. "Zurückfahren" werde
man den Fuhrpark und zwar von 132 auf 80 LKW und Unimogs. 2014 will
man dadurch bereits 1,2 Mio. Euro pro Jahr einsparen, längerfristig
sogar 2,2 Mio. Euro. Ältere Fahrzeuge würden ausgeschieden, die
Flotte werde modernisiert und leistungsfähiger gemacht. Für den
Winterdienst werden laut Dörfler Partnerschaften mit der
Bauwirtschaft eingegangen. "Diesem Kärntner Modell wollen auch schon
andere Bundesländer folgen."
Weiters sollen die Werkstätten der Straßenmeistereien durch
Fusionieren von 14 auf 7 reduziert werden. Auch Standortoptimierungen
seien geplant, beispielsweise die Zusammenlegung von Wasserbauhof und
Straßenmeisterei Hermagor. Das hat laut Dörfler ein
Einsparungspotential von 120.000 Euro pro Jahr. Synergien würden sich
aber auch durch gemeinsame Bauvorhaben mit dem ländlichen Wegenetz
(Abteilung 10L) ergeben. Ebenso werde heuer ein Schneeräumgerät
gemeinsam mit der GROHAG angekauft, wodurch sich das Land 50 Prozent
der Anschaffungskosten spare.
Dörfler verwies auf die Bautätigkeiten in Eigenregie, etwa im
Radwegebereich oder bei Kleinbaulosen. Hier würden die Mitarbeiter
der Straßenbauabteilung perfekte Qualität abliefern. Lediglich die
Asphaltierung müsse ausgeschrieben werden. Vom Team um
Abteilungsvorstand Bidmon sei zudem eine neue Baumethode entwickelt
worden, die Sanierungen kostengünstiger gestalte. "Bei der
sogenannten Durchfräsmethode wird beim Sanieren der vorhandene
Unterbau einbezogen", erklärte Bidmon. Angewendet habe man sie u. a.
auf der Flattnitzer- oder Gradeser Straße. Die Kosten für einen
Kilometer reduzieren sich laut Bidmon von 700.000 bis eine Mio. Euro
auf 200.000 bis 300.000 Euro. "So können wir mehr Kilometer um das
selbe Geld bauen."
Der Landeshauptmann führte weiters an, dass er auf die
Optimierung der Planungskosten im Straßenbau achte. In diesem Sinne
sei der Rechnungshof bei Großprojekten ein wichtiger Begleiter. Die
nach Qualitätsstandard ISO 9001 zertifizierte Straßenbauabteilung ist
aber auch energieeffizient. Für ihre modernen Heizanlagen wird der
Holzwuchs an Kärntens Straßen genutzt. Auf neuestem Stand der Technik
ist die elektronische Verkehrszählung, die flächendeckend aktuelle
Zahlen von Kärntens Straßen liefert. Früher mussten noch die
Mitarbeiter händisch zählen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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