• 12.03.2010, 11:29:25
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Rudas: Strache weiterhin im rechten Abseits

Am 12. März jährt sich "Anschluss" an Nazi-Deutschland

Wien (OTS/SK) - "Bewusste Realitätsverweigerung", so bezeichnete
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas jüngste Aussagen des
FPÖ-Chefs Strache gegenüber der israelischen Zeitung "Haaretz",
wonach Neonazismus in Österreich de facto nicht existiere und nur ein
Hirngespinst der Öffentlichkeit sei. "Wenn es Strache opportun
erscheint, versucht er sich von seinen Freunden im rechtsextremen Eck
zu distanzieren", so Rudas, die in diesem Zusammenhang ihre Forderung
nach einem "Cordon sanitaire" bekräftigte. Denn bei den
menschenverachtenden Positionen von Rosenkranz, Strache und Co. dürfe
es kein "Liebäugeln oder Zusammenarbeiten" mit der FPÖ geben. ****

"Nachdem der Mariazeller FPÖ-Spitzenkandidat Ploderer vor kurzem mit
Hitlergruß und Neonazi-Fotos auf Facebook auffiel, die FPÖ-Jugend in
Graz rechte Parolen johlend wahllos Menschen verprügelte, der
FPÖ-Abgeordnete Königshofer - der auch NPD-Mitglied ist - Vertreter
der Katholischen Kirche verbal attackierte und auf einer
einschlägigen rechtsradikalen Homepage Strache und andere Vertreter
der FPÖ bejubelt und Medien als 'Judenblätter' bezeichnet werden,
sind die Distanzierungsversuche von Strache mehr als unglaubwürdig.
Im Gegenteil: Es liegt der Schluss nahe, dass die FPÖ in Österreich
für den organisierten Rechtsextremismus eine wichtige Rolle spielt",
so Rudas. Die FPÖ sei hier offenbar das "Bindeglied" zu dieser Szene,
hieve sogar rechtsextreme Burschenschafter in hohe Ämter der
Republik: "Das ist mehr als bedenklich." Die
Präsidentschaftskandidatur der rechtsextremen Niederösterreicherin
Rosenkranz sei ein weiteres Beispiel für das "katastrophale
Sittenbild des rechten Lagers".

Überdies erinnerte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin an den 72.
Jahrestags des Einmarsches von Nazi-Truppen in Österreich und den
damit verbundenen "Anschluss" am 12. März: "Damit wurde Österreich
endgültig ein Teil der nationalsozialistischen Eroberungs- und
Mordmaschinerie - Verharmlosungen dieser Zeit dürfen in einer
zivilisierten Demokratie keinen Platz haben und sind entschieden zu
bekämpfen", so Rudas. "Kein Stillsein im Kampf gegen
demokratiefeindliche und neonazistische Strömungen - das sind wir
unserer Geschichte und unserer Zukunft schuldig", so die
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin abschließend. (Schluss) mo

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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