- 11.03.2010, 12:08:50
- /
- OTS0192 OTW0192
SP-Baxant im Flex: "Über Gott und die Welt geredet"
"101010 - WIEN-TALK-FLEX": SPÖ Wien-Jugendsprecher bietet Themen, die der politische Mainstream oft übersieht, eine Plattform
Wien (OTS/SPW) - Das Wiener Flex, als Ort zum Feiern und Chillen,
ist ein Fixstern im Wiener Nachthimmel. Es gilt gerade unter jungen
Menschen aber auch als Ort, um "über Gott und die Welt" zu reden -
somit die ideale Location, um vor einem interessierten Publikum das
Thema "Aufgeklärt und gläubig - ein Widerspruch?" zu diskutieren. So
geschehen am Mittwoch Abend: Der Wiener SPÖ-Jugendsprecher, LAbg Peko
Baxant lud zum zweiten Mal zu "101010 - WIEN-TALK-FLEX" ein. Es ist
dies eine Diskussionsreihe, die bis zur Wien Wahl am 10.10.10
monatlich stattfindet und Themen in Angriff nimmt, die der politische
Mainstream oft übersieht. Vor einem zahlreich erschienenen Publikum
diskutierten Amani Abuzahra von der Muslimischen Jungend Österreich,
Katharina Kucharowits, Katholikin und Vorsitzende der JG
Niederösterreich, Christoph Baumgarten, Vorstandsmitglied des
Freidenkerbundes und Blogger sowie Heinz Vettermann, Wiener SPÖ
Landtagsabgeordneter und Mitbegründer von Red Buddha.****
Diskutiert wurde unter anderem die Frage, inwiefern der Glaube das
persönliche Leben beeinträchtigt und sich auf das Denken - die
Vernunft - auswirkt. Für Katharina Kucharowits kein Widerspruch: "Als
Sozialdemokratin sehe ich auf der Werteebene keine Differenz zu
meinen christlichen Werten. Die soziale Gemeinschaft einer
Glaubensgemeinschaft ist auch aus politischer Sicht wünschenswert.
Genauso sind auch Werte wie Gerechtigkeit oder Freiheit nicht feste
wissenschaftliche Vorstellungen sondern Lebenszugänge."
"Auch die Tatsache, wie der Koran mit Wissenschaft umgeht, war für
mich ein Mitgrund Muslimin zu werden", erklärte Abuzahra, "Es ist in
der islamischen Geschichte spannend zu sehen, dass Wissenschaftler
gerade wegen ihrer Religion geforscht haben - der Glaube widerspricht
nicht der Vernunft, im Gegenteil. Der Koran ruft zur Neugier auf und
dass es keinen Zwang im Glauben gibt." Der Buddhist Vettermann sieht
diesen Aspekt ähnlich: "Ich war selbst lange Atheist, glaube aber,
dass die Ratio alleine nicht zum Glück, zur seelischen und
spirituellen Befriedigung führt."
Für den Atheisten Baumgarten stellt sich die Frage ganz anders:
"Das Problem beim Versuch, Glaube und Vernunft zu verbinden, ist die
Tatsache, dass der Glaube eben eine unantastbare, nicht messbare
Sphäre ist, jedoch auf die rationale Sphäre einwirkt. Es liegt in der
persönlichen Freiheit, was für jenseitige Vorstellungen man hat, aber
es bleibt fraglich, ob es gerechtfertigt ist, einen Bereich im Leben
mit einem weniger kritischen Blick zu haben."
Vom Podium ging die Diskussion ins Publikum, mit Fragen zu Themen
wie Religion und Staat, persönliche Entfaltung im Glauben, sowie zum
Gedanken einer "zweiten Aufklärung". Vettermann dazu: "Wir können uns
zwar Fortschritt in jener Hinsicht widmen, aber es gibt Aspekte
unserer Menschlichkeit, die nicht erforscht sind. Und damit stellt
sich auch die Frage, was Fortschritt ist. Und ob wir in der Lage
sind, den Menschen als solches zu erklären." Es folgten noch
zahlreiche Gespräche und rege Diskussionen über Jenseits und
Diesseits. DJ 2 Late versorgte die Gäste bis spät in die Nacht mit
Musik. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DSW






