- 11.03.2010, 09:50:11
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Grüne Josefstadt: Josefstädter Kulturpolitik wurde in konstruktiven Verhandlungen wiederbelebt
Wien (OTS) - "Die Josefstadt hat seit gestern wieder eine
Kulturförderung, die ihren Namen verdient", berichtet Markus Trenker,
Vorsitzender der Josefstädter Kulturkommission. "SPÖ und ÖVP haben
offenbar den massiven Fehler erkannt, den sie mit der
De-Facto-Abschaffung des Kulturbudgets in der Josefstadt begangen
haben", so Trenker weiter. "Wir Grüne freuen uns sehr, dass es in
durchaus konstruktiven Verhandungen mit SPÖ und ÖVP gelungen ist,
einen akzeptablen Weg zu finden, mit dem die progressive
Kulturpolitik in der Josefstadt fortgesetzt werden kann".
Zur Vorgeschichte: SPÖ und ÖVP hatten Ende November 2009 das bisher
mit 150.000 Euro datierte Josefstädter Kulturbudget mit einer
Reduktion auf gerade einmal 100,- Euro de facto abgeschafft und die
Kulturschaffenden einem beispiellosen Bürokratiedschungel ausgesetzt.
"Unter anderem hatte der rot-schwarze Plan vorgesehen, dass jeder
einzelne Antrag auf Kulturförderung von drei unterschiedlichen
Bezirks-Gremien abgesegnet, sowie dazwischen von der
Rathaus-Bürokratie gut geheißen werden hätte müssen. Kulturschaffende
ohne Verein im Hintergrund - etwa ein Viertel aller
AntragstellerInnen in der Josefstadt - hätten dabei überhaupt keinen
Anspruch mehr auf die Kultur-Förderungen gehabt", erläutert
Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Doris Müller, die gemeinsam mit
Markus Trenker die Verhandlungen führte.
Die Grünen konnten nun in Verhandlungen mit SPÖ und ÖVP erreichen,
dass in einer ersten Tranche 58.000 Euro an Förderungen für
zahlreiche Kultur-Veranstaltungen in der Josefstadt ausgeschüttet
werden. Bis zum Jahresende sollen insgesamt 150.000 Euro frei gegeben
werden. "Wir setzen auch durch, dass auch wieder unabhängige
Kulturschaffende ohne Vereine im Hintergrund Kulturgelder erhalten",
so Doris Müller. Trotzdem ist die erzielte Regelung nicht frei von
bürokratischem Aufwand: "Weiterhin müssen mehrere Gremien des Bezirks
hintereinander die Kultur-Förderungen beschließen, was die Auszahlung
der Gelder leider verzögert, so Müller weiter.
Doch Trenker und Müller können mit dem erzielten Kompromiss leben:
"Nachdem Rot-Schwarz anfangs selber nicht klar war, welche Folgen
ihre Vorgangsweise für die Kulturschaffenden in der Josefstadt
hatten, begrüßen wir die erzielte Einigung ausdrücklich." Müller und
Trenker laden alle Kulturschaffenden ein, sich weiter aktiv an der
Josefstädter Kulturpolitik zu beteiligen. "Die Grünen stehen für eine
offene und progressive Kulturpolitik in der Josefstadt - jetzt gibt
es wieder eine entsprechende Vorgehensweise, wie man zu
Subventionsgeldern kommt!"
Rückfragehinweis:
Markus Trenker, Vorsitzender der Josefstädter Kulturkommission, Tel: 0664 - 968 94 45
Doris Müller, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin, Tel: 0699 - 1944 15 10
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