• 09.03.2010, 14:02:24
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Bandion-Ortner: Jugend die Gefahren von Doping bewusst machen

Justizministerin beim Panathlon International Club Wien

Wien (OTS) - Doping sei ein höchst aktuelles Thema, wie nicht
zuletzt die vor kurzem zu Ende gegangenen Olympischen Winterspiele in
Vancouver gezeigt hätten, sagte Bundesministerin Claudia
Bandion-Ortner gestern, Montag, im Rahmen eines Vortrages beim
Panathlon International Club Wien.

Bandion-Ortner verwies auf das Anti-Doping-Gesetz 2007, das
Verschärfungen mit sich gebracht hat, zeigte sich aber kritisch
gegenüber Forderungen, das "Dopen an sich" unter Strafe zu stellen,
also dopende Sportler vom Strafrecht zu erfassen. "Rechtspolitisch
kann man nicht jedes selbstschädigende Verhalten durch das Strafrecht
erfassen", so die Ministerin, die auf eine Ergänzung im
Strafgesetzbuch hinwies, wonach Athlet mit schweren Betrug zu
bestrafen sind, wenn sie über die Anwendung eines verbotenen
Wirkstoffs oder einer verbotenen Methode nach der Anlage der
Anti-Doping-Konvention täuschen: "Das ist keine neue
Straftatbestimmung, sondern eine Qualifikation. Das heißt, dass
Betrug durch Doping nun mit höherer Strafe bedroht ist als früher",
so Bandion-Ortner.

Zum Thema "Jugend und Doping" sagte die Ministerin, dass die
Begeisterungsfähigkeit und Identifikation mit Sportlern bei
Jugendlichen naturgemäß am stärksten ausgeprägt seien. "Daher kommt
Sportlern Verantwortung zu: Bei der Jugend muss das Bewusstsein
gestärkt werden, dass sportliche Erfolge nur dann einen wahren Wert
haben, wenn sie ehrlich erzielt wurden."

Wichtig seien aber auch - ähnlich wie im Bereich der Drogen -
Informations-und Präventionskampagnen. "Man sollte Jugendlichen -
denen die Sport betreiben, aber auch jenen, die vielleicht in erster
Linie Konsumenten sind, vermitteln, was Doping bedeutet. Nämlich,
dass es nicht nur unlauter und unfair ist, sondern auch durchaus
gefährlich sein kann", so die Ministerin.

In die gleiche Kerbe schlug die Präsidentin des Panathlon
International Club Wien, Trixi Schuba, anlässlich des Vortrages: "Der
ehrliche Umgang mit dem Thema Doping ist enorm wichtig. Als ehemalige
Leistungssportlerin ist mir der Schutz von Kindern und Jugendlichen
im Spitzensport besonders wichtig. Aufklärungsarbeit in Schulen und
Vereinen stellt dabei einen wichtigen Bestandteil dar. Aber auch der
gesetzliche Schutz der Jüngsten muss gesichert sein."

Der Panathlon International Club Wien ist bestrebt die Werte des
Sports zur Entfaltung und Bildung des Menschen zu verbreiten und zu
schützen. Der Verein ist auch Mitglied des IOC und ist nicht
parteipolitisch organisiert. Unter anderem wurden etwa Ferry Dusika,
oder Ingrid Wendl mit dem Panathlon-Würdigungspreis ausgezeichnet.

Rückfragehinweis:

Mag. Paul Hefelle
   Pressesprecher
   Bundesministerium für Justiz
   Museumstrasse 7, 1070 Wien
   Tel: +43/1/52152/2873
   Mail: [email protected]
   Immer am Laufenden! www.justiz.gv.at
   
   
   Werner C. Kaizar
   Pressesprecher
   Panathlon International Club Wien
   Tel.: 0676/8118 81087

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/44

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