OTS0003 / 07.03.2010 / 08:17 / Channel: Politik / Aussender: Amt der Kärntner Landesregierung
Stichworte: Dörfler / Familie / Frauen / Kindergarten / Kärnten / Politik


LH Dörfler: Im Zeichen von Beruf und Familie

Utl.: Weltfrauentag am 8. März - Beruf und Familie müssen noch viel besser vereinbar werden =


   Klagenfurt (OTS/LPD) - Frauen nehmen eine bedeutende Rolle in der
Gesellschaft ein. Durch veränderte Arbeitswelten sind sie aber
vielfach Doppelbelastungen ausgesetzt und oft benachteiligt. "Vor
allem in Dienstleistungs- und Handelsberufen sind Arbeitszeiten oft
nicht familienfreundlich, hier sind Frauen auf
Betreuungseinrichtungen angewiesen", so Familien- und
Kindergartenreferent LH Gerhard Dörfler, der darauf verweist, dass in
Kärnten im Bereich der Kinder- und Nachmittagsbetreuung schon viel
passiert ist. 
    "Gerade die Kinderbetreuung liegt mir sehr am Herzen, hier hat es
in den letzten Jahren einen massiven Ausbau gegeben", berichtet
Dörfler. So seien beispielsweise 2.723 Frauen im
Kinderbetreuungsbereich in Kärnten tätig. Im vergangenen Jahr habe
man insgesamt 550 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen. "Die
chronologische Entwicklung zeigt deutlich, dass sich die Gruppenzahl
in Kinderkrippen/ -gruppen, Kindergärten und Horten seit meiner
Referatsübernahme sehr positiv entwickelt hat."
    "Im Kindergarten gibt es viele Ganztagesangebote, kommen die
Kinder dann in die Schule, ist diese zu Mittag aus und viele Eltern
stehen vor der Frage der Unterbringung, hier liegt die Zukunft meiner
Meinung nach in ganztägigen Schulformen", so Dörfler. Dies wäre nicht
nur ein bildungspolitischer Meilenstein, sondern vor allem eine
Entlastung für Familien. "Ein wichtiges Anliegen ist es, die
Ganztagesbetreuung für Kinder zu ermöglichen, damit Familien und vor
allem Frauen einen besseren und unkomplizierten Zugang zur
Arbeitswelt bekommen", betont der Landeshauptmann.
    Das Thema der Ganztages- und Nachmittagsbetreuung wird Dörfler
auch im Rahmen der Landeshauptleutekonferenz, deren Vorsitzender er
im ersten Halbjahr 2010 ist, einbringen. Vom Bund erwarte er sich
nicht nur Ankündigungen, sondern Lösungen und optimale gesetzliche
Rahmenbedingungen. "Derzeit werde sehr viel auf die Länder und
Gemeinden übergewälzt wie beispielsweise die Finanzierung der Horte
und der Nachmittagsbetreuung", kritisiert Dörfler.
    Auch die Wirtschaft sei gefordert, familienfreundliche
Arbeitszeiten für Mütter und auch Väter anzubieten. Es dürfe nicht
sein, dass Frauen in den einzelnen Berufssparten noch immer weniger
verdienen als Männer. Kärntner Familienleistungen wie das Kinder- und
Geburtengeld, Schulstartgeld, Familienförderung bis zum zehnten
Lebensjahr des Kindes, Mütterpension, Gratiskindergarten und
Teuerungsausgleich machen Kärnten zum familienfreundlichstem
Bundesland Österreichs und erhöhten dadurch das Familieneinkommen. So
werde den Kärntner Frauen ermöglicht, Beruf und Familie zu
vereinbaren.
    "Auch Männer sollten erkennen, dass sie starke Mitverantwortung
für funktionierende Partnerschaften tragen, zumal auch Kinder von
engagierten Vätern stark profitieren", betont der Familienreferent.
    (Schluss)
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