Stichworte: Antisemitismus, Innenpolitik, Jugend, Rassismus Channel: Politik
OTS0054   6. März 2010, 15:40

JUGENDVERTRETUNG: Entsetzen über erneute Schändung in Mauthausen

Politik muss klare Konsequenzen ziehen und sich von rechtsextremem Gedankengut abgrenzen.


Die Bundesjugendvertretung (BJV) zeigt sich zutiefst
bestürzt über die erneute Schändung am Gelände des KZ Mauthausen:
"Jetzt ist die Politik gefordert. Die Schmieraktion an einer Stätte
der schlimmsten Verbrechen in unserer Geschichte darf nicht
verharmlost werden", so BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi.

Es müsse jetzt alles daran gesetzt werden, die TäterInnen zur
Verantwortung zu ziehen.
Auch für die politischen AkteurInnen bestehe Handlungsbedarf: "Das
politische Klima in unserem Land wird von einem seltsamen
Geschichtsverständnis geprägt. Dass ein Bestehen des Verbotsgesetzes
öffentlich hinterfragt wird und der antifaschistische Grundkonsens
angezweifelt wird, ist ein Skandal und bildet den Nährboden für
rechtsextreme Auswüchse in der Gesellschaft", zeigt sich El Batnigi
empört.

Bereits letztes Jahr wurden die Außenmauern des ehemaligen KZ
Mauthausen beschmiert - unter anderem mit dezidiert islamfeindlichen
Parolen. Die BJV fordert daher, dass solchen Tendenzen endlich ein
Riegel vorgeschoben wird. "Wir fordern alle politische
RepräsentantInnen dazu auf, sich von rechtsextremem Gedankengut und
islamfeindlichen Parolen deutlich abzugrenzen", so El Batnigi
abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0054 2010-03-06 15:40 061540 Mär 10 BJV0001 0187



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Öffentlichkeitsarbeit,
0676/ 880 111 048,
nicole.pesendorfer@jugendvertretung.at

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