Linz (OTS) - "Mit dieser Enscheidung wird das von
EU-Kommissionspräsident Barroso in seinen politischen Leitlinien
versprochene Selbstbestimmungsrecht der Regionen mit Füßen getreten",
so oö Umweltlandesrat Rudi Anschober.
Die neue EU-Kommission hat - unter Federführung von
Gesundheitskommissar John Dalli, bei dem nun alle GVO-Agenden
gebündelt sind - die gentechnisch veränderte Kartoffel "Amflora" von
BASF zum Anbau zugelassen. Und dies trotz Ablehnung der
Weltgesundheitsorganisation WHO, der EU-Arzneimittelbehörde und der
Bevölkerung.
LR Anschober: "Das ist ein Affront gegen Europas Konsumenten und
gegen unser Netzwerk von bereits 51 GVO-freien Regionen, die sich
seit Jahren für das Selbstbestimmungsrecht der Regionen einsetzen. Es
fragt sich, was die politischen Leitlinien von Kommissionspräsident
Barroso Wert sind, wenn bereits beim ersten Anlassfall gegen diese
entschieden wird."
Die Gentech-Kartoffel enthält ein antibiotikaresistentes Marker-Gen,
um gewünschte Stärkeeigenschaften zu erreichen. Die Verbreitung von
Resistenzgenen könnte jedoch die Wirksamkeit von Medikamenten
beeinträchtigen. Außerdem gibt es alternative Kartoffeln mit den
gleichen gewünschten Eigenschaften.
"Kommissar Dalli und Kommissionspräsident Barroso haben mit ihrer
ersten Handlung in Sachen GVO das ohnehin geringe Vertrauen in die
Kommission schwer belastet. Nun liegt es wieder an Österreich selbst,
der GVO-Kartoffel einen Riegel vorzuschieben und umgehend ein
nationales Anbauverbot zu erlassen", so LR Anschober, der
entsprechende Initiativen bei der Bundesregierung starten wird.
Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, rudi.leo@ooe.gv.at, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at
http://www.ots.at/pressemappe/2063
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