• 02.03.2010, 14:05:42
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Mikl-Leitner: Hochhalten christlicher Werte und Traditionen

Stellungnahme der NÖ Landesregierung zu Kreuzen in Kindergärten

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Anschluss an die Regierungssitzung, in
der u. a. eine diesbezügliche Stellungnahme an den
Verfassungsgerichtshof beschlossen wurde, nahm Landesrätin Mag.
Johann Mikl-Leitner heute, 2. März, in St. Pölten zu dem Antrag
Stellung, das Anbringen von Kreuzen in Kindergärten als
verfassungswidrig zu erklären.

Sie wolle dem Urteil des Verfassungsgerichtshofes nicht
vorgreifen, es gehe hier aber um Fundamente des Abendlandes, betonte
Mikl-Leitner: "Mir ist es wichtig, dass in unseren
Bildungseinrichtungen christliche Traditionen und Werte hochgehalten
werden."

Von den 48.335 niederösterreichischen Kindergartenkindern hätten
rund 85 Prozent Deutsch als Muttersprache. Der Anteil mit
nicht-deutscher Muttersprache liege etwa im Waldviertel unter fünf
Prozent, in der Stadt St. Pölten aber bei 38,9 und in der Stadt
Wiener Neustadt bei 44,2 Prozent. Hier sei es klar, dass Integration
großgeschrieben werden müsse. "Mit unseren 63 interkulturellen
Mitarbeitern, die eine Brückenfunktion zwischen den Kulturen,
Wertorientierungen und Religionen ausüben, sind wir federführend in
Österreich", so die Landesrätin.

Es sei klar, dass neben dem christlichen Gedankengut auch genügend
Platz für andere Religionen sein müsse und dass Religionsfreiheit
bzw. Pluralismus auch den Respekt vor anderen Wertorientierungen
einschließe. "Ebenso wie die Mehrheit nicht über Menschenrechtsfragen
bestimmen kann, kann aber auch eine Minderheit nicht über
grundlegende Orientierungen der Mehrheit bestimmen", meinte
Mikl-Leitner. In Niederösterreich gelte daher das demokratische
Mehrheitsprinzip, zitierte die Landesrätin das Gesetz, dass in
Gruppenräumen jener Kindergärten, an denen die Mehrzahl der Kinder
einem christlichen Religionsbekenntnis angehöre, ein Kreuz
anzubringen sei.

"Das Kreuz steht für ein gemeinsames friedliches Miteinander, für
Respekt und Akzeptanz. Abgenommen sind die Kreuze schnell, dann aber
bleibt eine Leere, die nur schwer wieder aufzufüllen ist", so
Mikl-Leitner. Zudem sei auch die Landschaft geprägt von Kirchen,
Klöstern, Wegkreuzen u. a. Es sei undenkbar, dass auch diese entfernt
werden müssten, sprach die Landesrätin vom möglichen Beginn einer
Entwicklung, deren Ende noch nicht abschätzbar sei.

Auch die Feste des Jahreskreises seien geprägt von den
christlichen Werten und Traditionen. Kein Kind werde in seiner
Entwicklung beeinträchtigt, wenn es nicht nur um deren
Freizeitgehalt, sondern auch Bedeutung und Hintergründe Bescheid
wisse. Zudem werde kein Kind gezwungen, bei derartigen Festen
mitzufeiern. Es sei aber nicht einzusehen, warum ein atheistisch oder
ohne Bekenntnis erzogenes Kind auch aus dem christlichen Wertesystem
ausgeschlossen werden müsste, so Mikl-Leitner abschließend.

Nähere Informationen beim Büro LR Mikl-Leitner unter
02742/9005-12626, Mag. Susanne Schiller, e-mail
[email protected].

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12175
www.noe.gv.at/nlk

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14

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