Wien (OTS) - "Die ÖVP hat die Problematik der Jugendgesundheit
jahrelang verschlafen. Angesichts der Tatsache, dass die letzten
beiden Gesundheitsministerinnen von der ÖVP gestellt wurden, sind die
ÖVP-Forderungen nach mehr Aktivität für Jugendgesundheit besonders
verwunderlich", reagiert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt
Grünewald, auf die Aussagen von ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger in
der heutigen "Presse". "Die steigenden Gesundheitsprobleme der Kinder
und Jugendlichen sind seit Jahren bekannt, niemand hat die ÖVP daran
gehindert zu reagieren. Stattdessen wurden zahlreiche
parlamentarische Anträge vertagt oder gar nicht aufgegriffen",
kritisiert Grünewald und weiter: "Die finanzielle Situation der
Kassen wurde durch die Maßnahmen der Bundesregierung bei weitem nicht
nachhaltig verbessert, wie es Rasinger vorschützt. Wir fordern daher
ein klares Bekenntnis, hier einen glaubwürdigen und durchfinanzierten
Schwerpunkt zu setzen".
Kritik an der ÖVP übt auch die Jugendsprecherin der Grünen, Tanja
Windbüchler-Souschill: "Eine verantwortungsvolle und nachhaltige
Gesundheitspolitik, gerade für Kinder und Jugendliche, ist Aufgabe
der Regierung und stellt eine essentielle Forderung der
Kinderrechtskonvention dar. Gerade als Regierungspartei hätte die ÖVP
schon längst Maßnahmen in die Wege leiten können, um gemeinsam mit
ExpertInnen das Thema Kinder- und Jugendgesundheit nachhaltig
anzugehen. Es ist höchst an der Zeit, dass den schönen Worten endlich
wirksame Taten folgen". Windbüchler-Souschill verweist in diesem
Zusammenhang auf den noch immer fehlenden Stellenwert des wichtigen
Themas der Prävention in der Politik, um der kritischen Entwicklung
bei Alkoholkonsum, Rauchen und falscher Ernährung entgegenzuwirken.
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OTS0170 2010-02-17/13:18
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