- 09.02.2010, 11:16:07
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FPÖ-Neubauer: "Ungeheuerlich! ÖVP will Zukunft des Landes auf dem Leid der eigenen Pensionisten aufbauen!"
Khol schweigt zu ÖVP-Junge Wirtschaft und Junge VP Attacken gegen Senioren
Wien (OTS) - "Wenn die Junge Wirtschaft der ÖVP bzw. die Junge
Volkspartei keine anderen Konzepte vorzuweisen haben, als auf dem
Rücken der Pensionisten unseres Landes eine widerwärtige
Schmutzkübelkampagne zu entfachen, dann ist es um den Nachwuchs in
der ÖVP bei Gott schlecht bestellt!", stellte heute der freiheitliche
Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer zu den Ergebnissen einer in
Niederösterreich stattgefundenen Klausur der Jungen Wirtschaft fest.
Dort hatte der 34-Jährige Unternehmer Roth gemeint, dass beim
"Pensionssystem der Kollaps vorprogrammiert" sei und in absehbarer
Zeit "ein erwerbstätiges Ehepaar einen Pensionisten "erhalten" müsse.
"Roth hat offenkundig das Prinzip des Generationenvertrages nicht
verstanden", sagte Neubauer heute zu diesen ungeheuerlichen Aussagen.
Immer öfter seien in den vergangenen Monaten ÖVP-Vertreter in der
Öffentlichkeit ganz ungeniert aufgetreten, um gegen die
wohlverdienten Rechte der älteren Generation in Österreich ganz offen
zu polemisieren. "Die ÖVP, aber vor allem die SPÖ schweigt zu diesen
bösartigen Angriffen!"
"So genannte Pensionsexperten malen jedes Jahr bereits im Sommer den
Teufel an die Wand, wenn es gilt, die Pensionsanpassung neu zu
beschließen. Vertreter der Industriellenvereinigung dürfen ungestraft
die Pensionisten als "asozial" beschimpfen. Repräsentanten der Jungen
Volkspartei erklären, in marxistischer Manier in bestehende Pensionen
eingreifen zu wollen und sehen eine Pensionsanpassung als
"Ausbeutung". Senioren durften im Sommer sogar als "Abzocker"
bezeichnet werden." Neubauer weiter: "Ich fordere den Präsidenten des
Österreichischen Seniorenrates Dr. Andreas Khol auf, endlich nicht
nur Ankündigungspolitik zu betreiben, sondern tatsächlich für ein
"positives Seniorenbild - Schluss mit Hetze und Panikmache" zu
sorgen", verlangt der FPÖ-Seniorensprecher.
"Khol ist in seiner Funktion allen Senioren verpflichtet, sodass es
längst seine Aufgabe gewesen wäre, den ungerechtfertigten Angriffen
seitens ÖVP-Vorfeldorganisationen endlich entschieden entgegen zu
treten. Vielleicht kann Khol seine Jung-ÖVPler darüber aufklären,
dass die künstliche Erregung wegen der Leistbarkeit der Pensionen zur
Gänze unbegründet ist", so Neubauer. Dies auch deshalb, weil der
Gesamtaufwand (gesetzliche Pensionen und Beamte) mit ca. 6 % des BIP
gleichbleibe, wie das Gutachten der Kommission zur langfristigen
Entwicklung der Pensionen bis 2060 bestätige. "Aus diesem Gutachten
ist auch ersichtlich, dass die Bundesmittel von derzeit 2,65 % auf
3,22 % des BIP im Jahre 2014 ansteigen werden, aber damit nicht
einmal - was von vielen übersehen wird - das Niveau des Jahres 1987
erreichen, bei dem der Zuschuss 3,40 % des BIP betrug."
"Die Panikmeldungen von einer drohenden Unfinanzierbarkeit sind daher
völlig unbegründet", so Neubauer. "Ich fordere deshalb nochmals eine
sofortige Beendigung dieser unwürdigen und unsachlichen Debatte,
Schluss mit Profilierungsneurosen auf Kosten der Pensionisten durch
die ÖVP und ihre Vorfeldorganisationen", schließt Neubauer.
Rückfragehinweis:
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