• 09.02.2010, 10:15:01
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Studie: Wohnungen boomen in der Wirtschaftskrise

Wien (OTS) - Beliebteste Immobilienart der Österreicher, das Haus
im Eigentum, verliert deutlich in der Nachfrage - Wohnungen hingegen
boomen - Wunsch nach Haus Marke Eigenbau ist Vergangenheit

Die Wirtschaftskrise hat im vergangenen Jahr deutliche
Auswirkungen auf den Immobilienmarkt gezeigt. Die Nachfrage nach
Mietimmobilien stieg von 19 Prozent in 2008 auf 28 Prozent in 2009.
Das geht aus einer Marktstudie von Österreichs größter
Immobilienplattform www.immobilien.net hervor. Der Bedarf an
Wohnungen in den Städten steigt damit deutlich an. Gleichzeitig
interessieren sich derzeit weniger für ein Haus im Eigentum. Wer
Eigentum erwerben will, tendiert stattdessen zur Eigentumswohnung. 18
Prozent der Immobiliensuchenden in Österreich streben diese Wohnform
an - 20 Prozent mehr als 2008.

"Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist im vergangenen Jahr enorm in
die Höhe geschnellt. Wir erwarten für 2010, dass dieser Trend anhält
und der Bedarf an Wohnungen in den Städten weiter steigt. Bleibt das
Angebot bei höherer Nachfrage auf demselben Niveau, werden die Preise
weiter anziehen", erläutert Mag. Alexander Ertler, Immobilienexperte
und Geschäftsführer von IMMOBILIEN.NET, die Lage am Markt für
Wohnimmobilien.

Häuser in schlechten Lagen unter Druck

Das Haus im Eigentum ist nach wie vor der Wohnwunsch Nr.1 der
Immobiliensuchenden in Österreich, wenngleich innerhalb des
vergangenen Jahres ein Rückgang der Nachfrage von 41 auf 39 Prozent
zu verzeichnen war.

"Für 2010 erwarten wir weitere Einbußen bei Häusern im Eigentum,
deren Lage und Umfeld nicht optimal sind. Regionen mit schlecht
ausgebauter Infrastruktur stehen also weiterhin unter Druck",
erläutert Ertler. "Bei Häusern in ausgezeichneter Lage ist hingegen
zu erwarten, dass die Nachfrage stabil bleiben wird. Und da wieder
vermehrt Immobilien in Top-Lage und -Qualität auf den Markt gekommen
sind, wird der Häusermarkt im Durchschnitt gesehen auch nicht
billiger."

Hausbau rückt in die Ferne

Die Nachfrage nach Grundstücken ist bereits Ende 2008 eingebrochen
und fiel in 2009 von knapp unter 10 Prozent dramatisch auf nur noch 3
Prozent: "Die Zahlen zeigen, dass der Hausbau für viele aufgrund der
Krise in weite Ferne gerückt ist", meint Ertler. Angst um den
Arbeitsplatz sowie Finanzierungsschwierigkeiten sind die
ausschlaggebenden Gründe für den Rückgang bei der Nachfrage nach
Privatgrundstücken.

Eigentumswohnungen in Wien boomen

Besonders in der Bundeshauptstadt Wien haben im Jahr 2009
Eigentumswohnungen einen regelrechten Boom erlebt - die Nachfrage
legte um 23 Prozent innerhalb eines Jahres zu. Käufer mit genügend
Eigenkapital haben 2009 ihr Geld in eine traditionell sichere Anlage
"gerettet". Der Zeitpunkt eines günstigen Einstiegs dürfte
mittlerweile überschritten sein.

Stadt statt Land, Alternative Speckgürtel

Während im vergangenen Jahr noch ein regelrechter Run auf die
Städte stattfand, dürfte sich der Ansturm 2010 wieder normalisieren.
Wer in der Stadt nicht fündig wird, weicht auf die Speckgürtel aus.
Die Hälfte aller Befragten gab bei einer IMMOBILIEN.NET-Umfrage unter
390 Personen an, 2010 in die Stadt ziehen zu wollen; 40 Prozent
wollen zumindest in die Nähe einer Stadt (2008 waren es nur 22
Prozent). Die Speckgürtel stellen damit erneut die Alternative zum
Wohnen in der Stadt dar. Klar ist laut Umfrage: Aufs Land möchten die
wenigsten, nämlich nur knapp 10 Prozent der Umfrageteilnehmer.

"Wir stellen fest, dass jene die am Land wohnen, mehr und mehr den
Wunsch haben, in die Stadt zu ziehen. Der Anteil stieg von 15 auf 26
Prozent. Und Stadtbewohner planen ihren nächsten Umzug auch eher
wieder in Richtung Stadt. Nur 5 Prozent der Großstädter möchten sich
vom Trubel verabschieden und träumen vom Wohnen im Grünen - 38
Prozent weniger als im Vorjahr", so Ertler.

Finanzierung bleibt schwierig

Ähnlich wie 2009 erleben Immobiliensuchende auch 2010
Finanzierungsschwierigkeiten am Immobilienmarkt. Das Vertrauen
zwischen Banken und Kreditnehmern scheint beiderseits getrübt. 38
Prozent der im Jänner 2010 befragten Personen mit konkretem
Immobilienwunsch geben an, die Finanzierung einer Immobilie sei
schwieriger geworden.

Weniger wollen abwarten

Unter jenen, die eine Auswirkung der Krise auf ihre
Immobiliensuche spüren, gaben zu Beginn des Jahres 39 Prozent an, sie
würden länger als geplant in ihrem bisherigen Heim bleiben. Das sind
um rund 5 Prozent weniger als Anfang 2009. Warten, dass die Preise
fallen, wollen nur noch 28 Prozent - rund ein Viertel weniger als im
Vorjahr. Die Zeit der günstigen Preise bzw. der Stagnation bei den
Preisen ist beendet. Die hohe Nachfrage nach Wohnungen wird im
laufenden Jahr zu neuen Herausforderungen am Immobilienmarkt führen,
denn gibt es zu wenig Angebot, ist weiterhin mit steigenden Preisen
zu rechnen.

Ausführliche Grafiken und Preistabellen finden Sie unter
www.immobilien.net/presse zum Download!

Die Datenbasis

Die oben angegebenen Daten sind Ergebnisse zweier Umfragen unter
800 Immobiliensuchenden und -Interessierten, die Anfang dieses Jahres
und im Jänner 2009 von www.immobilien.net durchgeführt wurden sowie
der Analyse von 10,2 Millionen Suchabfragen, die in den Jahren 2007,
2008 und 2009 über www.immobilien.net von Usern abgesetzt wurden. 55
Prozent der Umfrageteilnehmer stammen aus Wien, weitere 16 Prozent
aus Niederösterreich; der Rest verteilt sich zu nahezu gleichen
Teilen auf die übrigen österreichischen Bundesländer.

Rückfragehinweis:
IMMOBILIEN.NET, Mag. Martin Miesler
Tel.: +43-1-586 58 28-214
eMail: [email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2570

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