OTS0156 / 01.02.2010 / 13:47 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Bauernbund Niederösterreich (BBN)
Stichworte: Agrar / Landwirtschaftskammer / Penz / Schultes / Termin / Wahlen


NÖ Bauernbund präsentiert Programm für Landwirtschaftskammerwahl

Utl.: Schultes: Zukunft der Bauern steht auf dem Spiel - Mandatsstand verteidigen =


   St. Pölten (OTS) - "Wir brauchen eine schlagkräftige
Interessenvertretung, um die Anliegen der Bauern sowohl auf
nationaler wie auch auf internationaler Ebene bestmöglich durchsetzen
zu können." Dies betonte heute der Spitzenkandidat des NÖ
Bauernbundes für die Landwirtschaftskammerwahl am 28.02.2010, Hermann
Schultes, bei der Präsentation des Wahlprogramms. "Primäres Ziel ist
es, eine hohe Beteiligung der Stimmberechtigten bei der Kammerwahl zu
erreichen. Natürlich streben wir auch wieder ein sehr gutes
Wahlergebnis wie schon zuletzt an. Wir benötigen den Rückhalt unserer
Bauern. Je stärker wir sind, desto besser können wir in diesen gerade
auch für die Landwirtschaft so schwierigen Zeiten die Probleme
meistern", bekräftigte Bauernbunddirektor Hans Penz.
   Bei der LK-Wahl 2005 hatte der Bauernbund 91,23% erreicht (plus
2,09 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2000). Die Freiheitliche
Bauernschaft kam auf 2,94% und war damit nicht mehr in der
Vollversammlung vertreten, die Sozialdemokratischen Bauern schafften
mit 5,18% den Wiedereinzug. Die Grünen kamen auf 0,68%. Die
Mandatsverteilung lautete: Bauernbund: 32, SPÖ-Bauern: vier. Laut
Penz sind diesmal 165.009 Personen wahlberechtigt.
Erhaltung der EU-Direktzahlungen wichtiges Ziel
   "Die niederösterreichische Landwirtschaft hat bewegte Jahre hinter
sich wie selten zuvor. Der Preisverfall bei den Lebensmitteln, die
Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise und Naturkatastrophen wie
Überschwemmungen haben auch bei unseren Landwirten tiefe Spuren
hinterlassen. Jetzt geht es um die Herausforderungen für die Zukunft
und um die Erreichung von Zielen, die für das Überleben der
Landwirtschaft notwendig sind", unterstrich Schultes.
   Besonders geht es ihm um die Finanzierung der Gemeinsamen
Agrarpolitik auf europäischer Ebene für die nächste Periode von 2014
bis 2020. "Die politischen Gegner der Bauern versuchen alles, um eine
Umschichtung der Agrargelder in andere Bereiche zu erreichen. Der NÖ
Bauernbund steht dem gegenüber für eine Absicherung des Agrarbudgets
in den kommenden Jahren. Dies ist wichtig für die Erhaltung der
flächendeckenden Landwirtschaft. Finanzielle Einschnitte sind für
unsere Bauern nicht mehr verkraftbar", warnte Schultes.
Keine neuen Steuern auf Vermögen und Eigentum
   Der NÖ Bauernbund tritt mit Nachdruck gegen die Einführung neuer
Steuern auf Vermögen und Eigentum ein. Solche Steuern würden nicht
nur die Landwirte, sondern breite Bevölkerungskreise - vom
Häuselbauer bis zum Sparbuch- und Immobilienbesitzer - treffen,
unterstrich Schultes.
   Als weiteren Schwerpunkt nannte er den Ausbau der regionalen
Energieproduktion durch verstärkten Einsatz erneuerbarer Rohstoffe.
"Die Gaskrise zur Jahreswende 2008/2009 hat gezeigt, wie verwundbar
Europa bei der Energieversorgung durch ausländische Importe ist. Wir
wollen daher die alternativen Energieträger wie Biomasse,
Photovoltaik, Windkraft etc. massiv forcieren", bekräftigte der
LK-Präsident. Biomasse sei die sicherste, weil heimische
Energiequelle. Ihr Einsatz stärke die regionale Wirtschaft, sichere
Arbeitsplätze, lukriere Wertschöpfung und liefere eine klimaneutrale
Energiequelle, so der Spitzenkandidat. Pufferlager für Rohstoffe
seien auch im Bereich Bioenergie wichtig, um Marktschwankungen
ausgleichen und die Versorgung stabilisieren zu können. Daher fordere
der NÖ Bauernbund eine Pflichtlagerhaltung für Pellets.
Österreichs Landwirtschaft muss gentechnikfrei bleiben
   "Zur Bereitstellung nachhaltig produzierter Lebensmittel für
unsere Konsumenten, zum Schutz unserer Biobauern und zur Sicherung
der konventionell wirtschaftenden Landwirte tritt der NÖ Bauernbund
weiterhin für Gentechnikfreiheit auf unseren Äckern ein", erklärte
Schultes. 
(Schluss) 
Rückfragehinweis:
   Niederösterreichischer Bauernbund
   Herbert Pollak
   Tel.Nr. 02742/9020-232
   Mobil: +43/650/2831995
   E-Mail: herbert.pollak@noebauernbund.at 
http://www.ots.at/pressemappe/5057
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0156    2010-02-01/13:47
011347 Feb 10
AIM0001 0515