• 26.01.2010, 10:54:37
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Küng: "Fristenregelung ist und bleibt tiefe Wunde der Gesellschaft"

Österreichischer "Familienbischof" weist Forderung nach Streichung der Abtreibung aus dem Strafgesetz zurück

St.Pölten, 26.01.2010 (KAP) Die ablehnende Haltung der Kirche zur
Fristenregelung hat Bischof Klaus Küng bekräftigt. In einem
"Kathpress"-Interview hielt der St. Pöltener Bischof - er ist in der
Österreichischen Bischofskonferenz für Familienfragen zuständig -
wörtlich fest: "Die Fristenregelung ist und bleibt - wie Kardinal
König gesagt hat - eine tiefe Wunde in unserer Gesellschaft."
Zugleich wies Küng Forderungen nach einer von den Krankenkassen
bezahlten Abtreibung sowie nach Streichung der Abtreibung aus dem
Strafgesetz vehement zurück.

In der Frage der Abtreibung ginge es nicht nur um den Schutz des
Lebens von noch nicht geborenen Kindern sondern auch um die Würde
der Frau und des Mannes, so Bischof Küng: "Wenn die Kirche mehr
gehört würde, gebe es nicht nur viel weniger Abtreibungen sondern
auch viel mehr gelungene Beziehungen."

Es fehlten heute nicht nur die Kinder, die in den vergangenen 35
Jahren abgetrieben wurden, sondern es würden auch viele Frauen und
Männer unter dem Geschehenen leiden. Jeder Seelsorger wisse "wie
sehr Abtreibungen das Gewissen belasten". Auch Ärzte könnten davon
erzählen, wie schwer die seelische Verarbeitung solcher Geschehnisse
sein kann.

Küng: "Die Kirche wird nie aufhören, daran zu erinnern, dass ab dem
Augenblick der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle davon auszugehen
ist, dass das ein Mensch ist, der heranwächst, und dass das Gebot
Gottes gilt: Du sollst nicht töten."

Forderungen nach einer Streichung der Abtreibung aus dem Strafgesetz
wies der Bischof zurück. Vielmehr wies er auf bestehende Defizite
der derzeitigen gesetzlichen Regelung hin: Durch die Straffreiheit
der Abtreibung seien alle Kinder vor der gesetzlich festgelegten
Frist, "behinderte" Kinder und solche, deren Mutter noch nicht das
14. Lebensjahr vollendet hat, bis zur Geburt schutzlos.

Meldung im Volltext im Internet unter: www.kathpress.at

(ende)
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Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/510

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