• 14.01.2010, 14:28:11
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FPÖ-Neubauer: "Die Menschen in Südtirol sind es leid, von ständig taktierenden Politikern an der Nase herumgeführt zu werden"

Sofortige Umsetzung der Verankerung der Schutzmachtfunktion in der österreichischen Verfassung wurde vom FPÖ-Vertreter bei gestriger Veranstaltung in Villanders erneut gefordert

Wien (OTS) - "Im Zuge der gestrigen Diskussionsrunde in Villanders
wurden die aktuellen und kontroversiellen Diskussionspunkte rund um
das Thema Südtirol behandelt", berichtet heute FPÖ-Südtirolsprecher
NAbg. Werner Neubauer. "Es ging unter anderem um die Forderung nach
Selbstbestimmung, die doppelte Staatsbürgerschaft sowie die
Verankerung der Schutzmachtfunktion in der österreichischen
Bundesverfassung. Auch die ungezügelte Zuwanderung, die die deutsche
und ladinische Volksgruppe massiv bedroht, war einer der Hauptpunkte
der Diskussion am gestrigen Abend." Neben den Vertretern der
Südtiroler Volkspartei, dem Südtirolsprecher der ÖVP, Hermann Gahr,
Pius Leitner, Landtagsabgeordneter und Obmann der Südtiroler
Freiheitlichen, Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Südtiroler
Freiheit und Sepp Kusstascher, Sprecher der Grünen, nahm der
freiheitliche Südtirolsprecher, Neubauer, gestern an der
Podiumsdiskussion in Villanders teil.

Neubauer hat im Rahmen dieser Podiumsdiskussion vor 400 Zuhörern
herzliche Grüße von FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache
übermittelt und die freiheitlichen Positionen erneuert. Er
bekräftigte, dass die FPÖ ein treuer Partner Süd-Tirols sei, was sich
auch darin dokumentiere, dass die FPÖ sich als einzige Partei in
ihrem Parteiprogramm zu den Landsleuten in Südtirol offen bekenne.

Unter großem Applaus forderte Neubauer vom anwesenden
ÖVP-Südtirolsprecher Hermann Gahr die sofortige Umsetzung der
Verankerung der Schutzmachtfunktion in der österreichischen
Verfassung, weil es nicht angehen könne, dass ein Beschluss des
österreichischen Nationalrates seit 5 Jahren nicht umgesetzt werde.
Gleichzeitig stellte Neubauer fest, dass entgegen anderslautender
Meinungen die Umsetzung einer zweiten Staatsbürgerschaft für deutsche
und ladinische Süd-Tiroler sehr wohl durchzusetzen wäre, wenn der
politische Wille dafür vorhanden sei. Als Beispiel führte Neubauer
die Tiroler Siedlung in "13 Linden" in Brasilien an. Diese, in den
30er Jahren ausgewanderten Tiroler verfügten sehr wohl über die
Österreichische als auch die Brasilianische Staatsbürgerschaft und
haben bei den letzten Nationalratswahlen in einem eigenen Konsulat
ihre Stimme abgegeben. "Die Menschen in Südtirol sind es leid, von
ständig taktierenden Politikern an der Nase herumgeführt zu werden
und von einer Legislaturperiode zur anderen mit neuerlichen
Versprechungen vertröstet zu werden. Das hat auch die gestrige
Veranstaltung der Schützen in Villanders zu Tage gebracht", erklärte
Neubauer. "Die Leute wollen Taten sehen."

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
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