NEWS vorliegende Hypo-Geheimpapiere stellen Aussagen infrage
Widerspruch zu jüngsten Angaben von Schmidt und Berlin.
Wien (OTS) - Bislang geheime Papiere zur Hypo-Affäre, die dem
Nachrichtenmagazin NEWS exklusiv vorliegen und die in der morgen
erscheinenden Ausgabe veröffentlicht werden, stellen jüngst getätigte
Aussagen von Ex-BayernLB-Chef Werner Schmidt und Ex-Hypo-Boss Tilo
Berlin infrage. Konkret zeigen die Unterlagen die Struktur der
Übernahme von 25 Prozent an der Hypo Group Alpe Adria durch die
Investorengruppe um Berlin & Co. Den NEWS vorliegenden Unterlagen
nach stand für einen Insiderkreis spätestens am 7. Februar 2007 fest,
dass die BayernLB mit einem Kredit an die Investoren in der Höhe von
310 Millionen Euro der größte Finanzier des Deals sein wird.
Die NEWS vorliegenden Unterlagen stammen vom 7. Februar 2007 und
werfen damit die Frage auf, ab wann Verhandlungen über einen
Hypo-Kauf mit der BayernLB tatsächlich begonnen haben sowie wer
eingebunden war. Letztendlich hat die BayernLB mit ihrem gut
zweijährigen Hypo-Engagement 3,7 Milliarden Euro Verlust erlitten.
Gleichzeitig war es die BayernLB, die der Investorengruppe um Berlin
& Co einen Gewinn von rund 160 Millionen Euro durch den Kauf von
deren Hypo-Anteilen bescherte. Offiziell war stets nur von
vermögenden Privatinvestoren aus Österreich und Deutschland die Rede,
die den Deal finanziert hätten. Tatsächlich haben diese
Privatinvestoren laut den NEWS vorliegenden Unterlagen aber nur rund
25 Millionen Euro von insgesamt ca. 635 Millionen Euro aufgebracht.
Berlin hatte jüngst erklärt, er hätte den Kredit der BayernLB
"weder gebraucht noch gewollt", aber die Konditionen wären günstiger
gewesen. Schmidt erklärte dazu hingegen über seinen Anwalt, dass
Berlin die Finanzierung nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt hatte,
sich der Abschluss des Verkaufes aber verzögert hätte. Von NEWS auf
die neuen Unterlagen und das frühe Datum angesprochen, meinte
Schmidts Anwalt: "Herr Schmidt erklärt, dass der Kredit an Berlin &
Co höchst sinnvoll war, um den Zugriff auf die Hypo-Aktien sicher zu
stellen. Für die BayernLB war dies besser, als Berlin hätte das
angebotene Darlehen der Credit Suisse angenommen. Über die genaue
Finanzierung und die Daten kann ich aber keine Auskunft geben", so
Schmidts Verteidiger zu NEWS.
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103














