Sozialpartner wollen auch 2010 Konjunktur und Beschäftigung ankurbeln

Dank gemeinsamer Anstrengungen steht Österreich trotz schwieriger Ausgangslage besser und zuversichtlicher dar - Wachstum, Bildung und Arbeitsmarkt haben Priorität

Wien (OTS/PWK003) - "2010 wird ein Jahr voller
Herausforderungen, was Budget, Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum betrifft. In den vergangenen Monaten der Krise haben die Sozialpartner unter Beweis gestellt, dass dank gemeinsamer Anstrengungen Österreich nun besser und zuversichtlicher da steht als andere Nachbarstaaten. Wir haben die Ärmel aufgekrempelt - und das hat sich bezahlt gemacht", betonten heute, Dienstag, die Präsidenten der Sozialpartner, in einer gemeinsamen Aussendung.

Dank zweier Konjunktur- und Arbeitsmarktpakete sowie wichtiger Maßnahmen insbesondere auch für die kleinen und mittleren Betriebe, wurden sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber die richtigen Antworten auf die aktuellsten Probleme gefunden. "Der Frieden und die Stabilität des Landes wurden gewahrt. Nichtsdestotrotz gilt es auch 2010 weiter anzupacken. Denn nur so werden wir es schaffen, unsere Finanzen zu konsolidieren. Außerdem wird der Erfolgsdruck in Bereichen wie der Verwaltungs- und der Bildungsreform immer größer. 2010 muss auch hier ein Jahr der Entscheidungen werden", so WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Denn im Rahmen der Budgetsanierung dürfe auf wichtige Zukunftsausgaben im Interesse des Standortes nicht verzichtet werden, "alles andere wäre fahrlässig"."

Die Sozialpartner hätten jedenfalls aus der Krise wichtige Lehren gezogen: "Wir haben im Herbst 2009 beim Bad Ischler Dialog 15 wichtige Punkte zur Regulierung der Finanzmärkte und zur Verhinderung künftiger Krisen festgelegt", betont ÖGB-Präsident Erich Foglar zu Aktivitäten der Sozialpartner. "Die Finanzmärkte brauchen strenge Regeln, strenge Kontrollen und auch Sanktionen bei Verstößen. Wir brauchen dafür EU-weit gültige Regelungen, bessere Kontrollmechanismen und besseren Schutz für die KonsumentInnen bei Finanzprodukten", so Foglar.

In Hinblick auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt werde 2010 jedenfalls mit noch keiner Entspannung gerechnet. "Solange die Arbeitslosigkeit weiter steigt, kann man nicht von einer Entspannung oder Überwindung der Krise sprechen. Um zu einem Wendepunkt zu gelangen, sind eine Arbeitsmarkt- und eine Bildungsoffensive unumgänglich", forderte AK-Präsident Herbert Tumpel. Denn nur so könnten zielgerichtete Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür sorgen, dass die Menschen schnell wieder gute Arbeitsplätze finden. Auch die Verdopplung des Angebots der Neuen Mittelschule und der Ausbau der Ganztagsschulplätze werden sowohl bildungs- wie auch arbeitsmarktpolitische Akzente setzen, so Tumpel, der Chancengleichheit und mehr Aufstiegschancen für Frauen im Beruf als wichtige Ziele definiert.

Für die Landwirtschaftskammer warnt Präsident Gerhard Wlodkowski davor, die konjunkturstützenden Massnahmen zu früh auslaufen zu lassen: "Wir alle, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Bauern werden noch Wachstumsimpulse brauchen, um die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise so gut wie möglich einzudämmen." (us)

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