Kräuter: Schadenersatz für Österreichs Steuerzahler

SPÖ fordert restlose Aufklärung über "Geldringelspiel" bei Hypo

Wien (OTS/SK) - Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung dürfte es im Zusammenhang mit dem Milliardendesaster der Hypo zu verbotenen Insider-Geschäften beim Bankendeal der Bayerischen Landesbank mit der Hypo Alpe Adria gekommen sein. "Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung, jedenfalls ist aber die ominöse Zwischenschaltung der Investorengruppe Berlin&CO, die in wenigen Monaten rund 150 Millionen Euro Gewinn lukriert haben soll, aufgrund der neuen Verdachtsmomente sofort und restlos aufzuklären. Die mutmaßliche Schadenssumme könnte den Anteil des österreichischen Steuerzahlers an der Rettung der Hypo Alpe Adria nachträglich reduzieren, es werden entsprechende Schadenersatzforderungen zu stellen sein", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter heute, Samstag. ****

Auch in diesem Zusammenhang zeige sich die Befangenheit von IV-Präsident Veit Sorger als Aufsichtsratschef der Fimbag-Gesellschaft. Denn über die Fimbag müßten letztendlich die Schadenersatzforderungen betrieben werden. Die Gruppe um Sorger und Tilo Berlin sei im Dezember 2006 bei der Hypo eingestiegen. Laut Süddeutscher Zeitung seien nach einer bislang geheimen Gesprächsrunde am 31. Jänner 2007 in der Münchner Konzernzentrale der BayernLB die Raten für die Beteiligungen ab Februar 2007 leichter aufzutreiben gewesen.

Weitere Pressemeldungen berichten, dass sogar einzelnen Investoren für Teile des Kaufpreises ein günstiger Kredit vom späteren Käufer Bayerische Landesbank eingeräumt worden sei. "Die steuerzahlende Bevölkerung, die für einen Großteil des Schadens des Hypo-Milliardendesasters aufkommen muss, hat das Recht zu erfahren, wer in welcher Höhe vom Geldringelspiel profitiert hat. Die SPÖ fordert restlose Aufklärung", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer abschließend. (Schluss) sv

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