Schatz zu Arbeitslosenzahlen: Strukturanpassung fehlt - Öko-Wirtschaft als Jobmotor wird ignoriert

Mehr Qualifikation für Arbeitssuchende ist zu wenig, es braucht neue Jobs für aussterbende

Wien (OTS) - "Es ist allgemein bekannt, dass die Situation am Arbeitsmarkt 2010 nochmals schwieriger wird. Aktive Arbeitsmarktpolitik, also hauptsächlich Maßnahmen, die mehr Qualifikation für Arbeitsuchende bringen, wird nicht genügen. Es braucht, neue Jobs, um jene die etwa im Bereich der Automobil- und Automobilzulieferindustrie auf Dauer verloren gegangen sind, zu ersetzten. Die Öko-Wirtschaft wäre hier das richtige Pferd, auf das man jetzt setzen muss. Aber die Regierung lässt diese Chance nach wie vor einfach vorüber ziehen. Außer etwas Geld für thermische Sanierung gibt es keine Signale," kommentiert Birgit Schatz, die Aussagen BM Hundstorfers zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen.

Einen Schwerpunkt auf die Ausbildung für Gesundheits- und Sozialberufe zu legen, sieht Schatz als richtigen Ansatz, doch auch hier sei die Frage der konkreten Beschäftigungsmöglichkeiten zentral. "Klar ist, dass es einen großen und noch wachsenden Personalbedarf im Bereich Gesundheit und Soziales gibt. Aber dass selbst jetzt vakante Stellen dort nicht besetzt werden können, hat nicht damit zu tun, dass es zuwenig dafür Qualifizierte gibt, sondern dass die Gehälter niedrig und die Arbeitsbedingungen äußerst schwierig sind. Der gesamte Sektor leidet unter massiven Geldmangel, für den die öffentliche Hand verantwortlich ist. Hier muss man jedenfalls schleunigst strukturell und politisch ansetzen und nicht nur eine Ausbildungsoffensive starten," so Schatz weiter.

Völlig vermisst sie nach wie vor die von Minister Hundsdorfer angekündigten Maßnahmen zur Reduktion von Überstunden. Schatz dazu:
"Minister Hundsdorfer hat im Sommer 2009 richtiger Weise klargestellt, dass in Österreich im EU-Schnitt deutlich zu viele Überstunden gemacht werden, und zwar regelmäßig. Wenn das eingeschränkt wird, können neue Jobs entstehen, ohne dass die Regierung etwas dafür zahlen muss. Eine kleine, entsprechende Änderung im Arbeitszeitgesetz bringt tausende neue Jobs. Doch leider ist es bis jetzt bei der Ankündigung geblieben und eine konkrete Initiative des Ministers ist nicht in Sicht."

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