Hundstorfer zu Dezemberzahlen: Anstieg der Arbeitslosigkeit weiter verflacht

Österreich im EU-Vergleich nach wie vor an 2. Stelle

Wien (OTS/BMASK) - "Am Arbeitsmarkt kann keine Entwarnung gegeben werden, auch im neuen Jahr gilt es, mit aller Kraft gegen die Auswirkungen der Krise anzukämpfen", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Freitag zu den Dezember Arbeitsmarktdaten. Zwar habe sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit mit +8,9 Prozent weiter verflacht, dennoch bleibe die Lage am Arbeitsmarkt mit einem Anstieg der Arbeitslosen von 25.624 angespannt. Trotz hoher Arbeitslosigkeit liegt Österreich im EU-Vergleich mit 4,7 Prozent Gesamtarbeitslosenquote und 10,2 Prozent Jugendarbeitslosenquote weiterhin an zweitbester Stelle. Nach dem Arbeitsmarktpaket I und II setzt die Bundesregierung mit dem Arbeitsmarkt- und Qualifizierungspaket 2010 den Bildungsschwerpunkt fort, denn: "Eine bessere Ausbildung ist der Schlüssel für einen Arbeitsplatz", betonte Hundstorfer. Zusätzlich wird das AMS-Personal im Jahr 2010 um weitere 100 MitarbeiterInnen aufgestockt, um die Menschen noch effizienter zu beraten und schneller wieder in Beschäftigung zu bringen. *****

Von den 312.771 arbeitslosen Menschen im Dezember haben bereits 77.082 eine Einstellungszusage. Das ergibt im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Dank der Ausbildungsgarantie und der ?Aktion Zukunft Jugend? steigt die Jugendarbeitslosigkeit mit 6,0 Prozent unterdurchschnittlich, bei den 15 bis 19-Jährigen sinkt die Arbeitslosigkeit um 0,8 Prozent. In einigen Bundesländern hat sich die Zahl der offenen Lehrstellen sehr positiv entwickelt. "Jetzt folgen weitere konkrete Schritte", so Sozialminister Hundstorfer.

2010 werden die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik um 69 Millionen Euro auf 1.454 Millionen Euro aufgestockt. Das Arbeitsmarkt- und Qualifizierungspaket beinhaltet unter anderem den Qualifizierungsbonus. 2010 erhalten Arbeitslose, die Weiterbildungskurse mit Mindestdauer von 3 bzw. 6 Monaten besuchen, einen Bonus von 100 bzw. 200 Euro monatlich zusätzlich zum Arbeitslosengeld. Durch die regionale Fachkräftequalifizierung werden 10.000 gering qualifizierte Arbeitslose zu Fachkräften qualifiziert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei den Zukunftsjobs im Gesundheits-und Sozialwesen. 2010 werden 6000 Menschen in diesen Berufen ausgebildet. Zudem wird die Berufsberatung in 7. u. 8. Schulstufe verbessert. Mit Hilfe der "Aktion 10.000" sollen 10.000 Menschen in reguläre Dienstverhältnisse eintreten. Das AMS übernimmt für ein halbes Jahr 50 Prozent der Lohn- und Lohnnebenkosten. "Wir werden nicht locker lassen. Die Krise ist erst dann vorbei, wenn die Beschäftigung wieder steigt", unterstrich Hundstorfer. (Schluss)

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