Kärntner Gebietskrankenkasse: Bilanz 2009

Klagenfurt (OTS) - Das Jahr 2009 muss für die Kärntner Gebietskrankenkasse zweigeteilt betrachtet werden. Einerseits kann über die letzten zwölf Monate eine positive Bilanz gezogen werden. Der Kundenorientierungsprozess wurde - wie in den Vorjahren -engagiert fortgesetzt, unzählige Präventions- und gesundheitsförderliche Projekte erfolgreich abgeschlossen sowie das Leistungsangebot für die Versichertengemeinschaft weiter optimiert.

Andererseits bereitet den Kassenverantwortlichen die finanzielle Lage, in der sich die Kärntner GKK "unverschuldet" befindet und die aufgrund der Wirtschaftskrise weiter verschärft wird, Sorgen. Als ersten wichtigen Schritt, die finanzielle Situation der Gebietskrankenkassen zu verbessern, kann das kürzlich im Nationalrat beschlossene Sozialrechtsänderungsgesetz bezeichnet werden.

Aktivitäten 2009

Zahlreiche Aktivitäten belegen zum wiederholten Mal die Bemühungen der Kärntner Gebietskrankenkasse moderner Dienstleister, aber auch Gesundheitskasse zu sein.

Ernährungstag 09

Der am 06. März 2009 von der Kärntner Gebietskrankenkasse bereits zum zwölften Mal durchgeführte "Tag der gesunden Ernährung", der unter dem Motto "Essen mit Pfiff für Familie und Beruf - g'sund, g'schwind & günstig" stand, war wieder ein voller Erfolg. Hunderte Besucher informierten sich in den GKK-Servicestellen über ein gesünderes Essverhalten und genussvolles Essen.

Die GKK-Ernährungsberatung in Klagenfurt, Villach und Spittal/Drau wird von den Versicherten gerne in Anspruch genommen. Von Jänner bis Dezember 2009 wurden über 4.000 Einzel- und Gruppenberatungen durchgeführt - Tendenz steigend!

Zahnprophylaxestation im GKK-Zahnambulatorium Völkermarkt eröffnet Anfang April 2009 wurde das Leistungsangebot für die Versicherten im Bezirk Völkermarkt erweitert. In der GKK-Außenstelle Völkermarkt wurde eine Zahnprophylaxestation eröffnet. Jeweils donnerstags, in der Zeit von 16.30 bis 19.30 Uhr, kann dieses Serviceangebot für den Bezirk Völkermarkt von der Bevölkerung in Anspruch genommen werden. Um Voranmeldung unter der Telefonnummer 050 5855 DW 5200 wird gebeten.

Weltnichtrauchertag 2009: GKK informierte über die Gefahren des Tabakkonsums

Rauchen stellt das bedeutendste Gesundheitsrisiko für Atemwegs-, Herz-Kreislauf- sowie Krebserkrankungen dar und ist die wichtigste vermeidbare Ursache für vorzeitigem Tod. Diesen Umstand nahm die Kärntner GKK zum Anlass und informierte am Weltnichtrauchertag im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der GKK-Hauptstelle in Klagenfurt über die Gefahren des Rauchens. Hunderte Besucher informierten sich über Entwöhnungsmöglichkeiten und Angebote der Kärntner GKK.

Die GKK bietet ihren Versicherten bereits seit geraumer Zeit eine kostenlose Raucherberatung an. Insgesamt wurden 2009 rund 700 Beratungen durchgeführt und unzählige Versicherte von den GKK-Ärztinnen auf dem Weg in eine "rauchfreie" Zukunft begleitet.

Neuer KGKK-Obmann: Dietmar Samnitz folgte Helmut Pansi

Nach mehr als vierzehnjähriger Tätigkeit als Obmann der Kärntner Gebietskrankenkasse hat Helmut Pansi aus Gründen seiner Pensionierung diese Funktion zurückgelegt. Der Vorstand der Kärntner Gebietskrankenkasse wählte Anfang Juni den bisherigen 2. Obmann-Stellvertreter Dietmar Samnitz zum neuen GKK-Obmann.

Leistungsangebot für GKK-Versicherte erweitert

Der Vorstand der Kärntner Gebietskrankenkasse beschloss die Erweiterung des Leistungsangebotes für Psycho-, Ergotherapie sowie Logopäde. Dafür wurde der Leistungsrahmen mit "Pro Mente" an den Standorten St. Veit/Glan und Wolfsberg für Kinder und Jugendliche erweitert und finanziell geregelt.

Von der Phase als Pilotprojekt wurde das psychosoziale Zentrum in Spittal/Drau in den Regelbetrieb übernommen. Für die Patienten gibt es Außenstellen in Winklern, Gmünd und Dellach/Drau. Die Aufgabenstellungen sind unter anderem eine extramurale Versorgung. Das Ziel ist es, psychisch kranke Menschen von ihrer gewohnten Umgebung nicht zu trennen.

Hautschutzkampagne 09: Vorsorge stand im Mittelpunkt

Durch den großen Zuspruch in den letzten Jahren bestätigt, führte die Kärntner Gebietskrankenkasse in Kooperation mit der Kleinen Zeitung, den Sonnenschutzexperten von Ganier Ambre Solaire, der Ärztekammer und dem Gesundheitsreferat des Landes Kärnten zum neunten Mal von Ende Juni bis Mitte Juli die bereits über die Landesgrenzen bekannte Hautschutzkampagne durch.

"Hautschutzexperten" waren wieder in den Kärntner Strandbädern unterwegs, um vor Ort über die Gefahren eines übermäßigen Konsums der so beliebten Sonnenstrahlen zu informieren. Trotz nicht immer optimaler Wetterbedingungen konnten Tausende Strandbadbesucher vor Ort über drohende Hautschäden durch ein Zuviel an Sonnenstrahlen informiert werden.

Verbesserter Zugang zu nuklearmedizinischen Untersuchungen

Bis Ende Juni 2009 gab es in Kärnten keinen Vertrag zwischen Gebietskrankenkasse und niedergelassenen Instituten zur Erbringung von nuklearmedizinischen Untersuchungen. Die Untersuchungen erfolgten hauptsächlich in den Krankenanstalten Klagenfurt, Lienz und Laas. Darüber hinaus wurden auch Untersuchungen im Institut für Nuklearmedizin der Humanomed-Privatklinik Villach durchgeführt, die -nachdem es keine vertraglichen Vereinbarungen gab - von den Patienten zu bezahlen waren. In der Folge erhielten die Versicherten einen Teil ihrer finanziellen Aufwendungen über den Weg der GKK-Kostenerstattung refundiert.

Nachdem der Bedarf an nuklearmedizinischen Leistungen stetig steigt, waren die Kassenverantwortlichen bemüht, zusätzliche Untersuchungsmöglichkeiten zu schaffen, um einen Engpass aufgrund fehlender Versorgungsstrukturen zu verhindern.

Mit dem Institut für Nuklearmedizin der Humanomed-Privatklinik Villach konnte ein Vertragspartner gefunden werden, der über modernst ausgestattete Diagnoseeinrichtungen verfügt.

Der Vertrag wurde vorerst für ein Jahr abgeschlossen. Bis Mitte 2010 erfolgt eine Evaluierung der Vertragsinhalte. Die Ergebnisse werden zur mittelfristigen Planung herangezogen. Die Zielsetzung ist es, das Vertragswerk für die Zukunft, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, hinsichtlich möglicher Verbesserungspotenziale zu optimieren. Im Vordergrund stehen die Verbesserung der Versorgungsqualität und das Bemühen der GKK um ein gutes Vertragspartnerverhältnis.

In Summe kann gesagt werden, dass durch den Vertragsabschluss mit dem Institut für Nuklearmedizin am Standort der Privatklinik Villach - im Sinne der Versichertengemeinschaft - die Versorgungsqualität der Oberkärntner Bevölkerung deutlich verbessert und eine weitere Steigerung der Patientenorientierung erzielt werden konnte.

LIVE-Projekt: Kärntner GKK wieder Dienstleister für alle "Kassen"

Die Kärntner GKK informierte auch 2009 über abgerechnete Leistungen mit Ärzten, über Krankenhauskosten, Medikamenten- und Transportkosten und über die Kosten für Heilbehelfe. Von Anfang August bis Ende Oktober wurden rund 350.000 Leistungsinformationen an Versicherte, die im Jahr 2008 Leistungen der Kärntner GKK in Anspruch genommen haben, versandt.

Die Kärntner GKK wickelte wieder die gesamte Druck- und Versandlogistik für dieses Projekt der österreichischen Sozialversicherung ab. Die Dienstleistung für die Versicherungsträger umfasste die gesamte Koordinierung für die vergaberechtliche Verfahrensabwicklung, die Produktion und Lieferung von über 5,8 Millionen Kuverts, Begleitbriefen und Leistungsinformationen mit individueller Textgestaltung, die Vertragsverhandlungen mit der österreichischen Post AG sowie die laufende technische Kontrolle und bereits die Organisationskoordinierung für 2010.

Großer Tag für 13 gesundheitsfördernde Betriebe: KGKK präsentiert Kärntner Gesundheitscocktail

Dass Gesundheitsförderung auch Spaß und Freude bereiten kann, präsentierten 13 Kärntner Unternehmen, die für ihre Aktivitäten Mitte September 2009 in der Blumenhalle in St. Veit/Glan ausgezeichnet wurden.

Sieben "Models of good practice" aus der EU-Kampagne "Move Europe" wurden ausgezeichnet. Sie boten eine Kostprobe ihres betrieblichen Gesundheitshandelns. Den Höhepunkt der Festveranstaltung bildete die Übergabe der neuen Gütesiegel für sechs Kärntner Betriebe, die Einblick in ihr betriebliches Gesundheitsförderungsrezept gaben. Wie in der echten Kulinarik hatte Qualität in allen Bereichen der Gesundheitsförderung höchste Priorität. Weil alles berücksichtigt wurde, was Erfolg verspricht und am Ende abgewogen wurde, wie sich der Einsatz gelohnt hat und wie zufrieden die MitarbeiterInnen mit den betrieblichen und gesundheitlichen Verbesserungen sind, stand der Verleihung des Gütesiegels für Betriebliche Gesundheitsförderung nichts mehr im Wege.

"Pillenmix - zu viel kann gefährlich werden"

Ärzte leben im täglichen beruflichen Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der Evidence-based Medicine einerseits, Patienten- und Angehörigenwünschen und der Experienced-based-Medicine andererseits. Insbesondere die medikamentöse Behandlung ist eine permanente Herausforderung im Krankenhaus und in der Ordination. Für eine gemeinsam von der Kärntner Gebietskrankenkasse und Kärntner Ärztekammer organisierten Veranstaltung "Pillenmix - zu viel kann gefährlich werden" gelang es, den Salzburger Kardiologen und Intensivmediziner Dr. Jochen Schuler als Referenten zum Thema Polypharmazie zu gewinnen.

Um das gesundheitspolitisch relevante Thema einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden in einem Pressegespräch aktuelle wissenschaftliche Daten sowie Analysen der Kärntner Gebietskrankenkasse vorgestellt. Auch an dem präsentierten Patienten-Informationsfolder "Pillenmix", der in den Kärntner Ordinationen aufgelegt wird sowie dem neuen gemeinsamen Etui für Medikamentenpass und e-card, war das mediale Interesse groß.

Schließlich gelang es dem Referenten Dr. Schuler im Rahmen der bestens besuchten Vortragsabende für die Kärntner Ärzteschaft, die am 21. und 22. September in der Ärztekammer in Klagenfurt und in Warmbad Villach stattfanden, Spannung in den Dauerbrenner Polypharmazie zu bringen!

Spitzentreffen der deutschen und österreichischen Krankenkassen in Villach

Die deutsch-österreichische Kommission zur Beratung von Fragen der sozialen Krankenversicherung tagte Anfang Oktober 2009 im Warmbaderhof in Villach. Organisiert wurde diese hochkarätig besetzte Fachtagung vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Kärntner Gebietskrankenkasse.

Erörtert wurden aktuelle Fragen und Problemstellungen der sozialen Krankenversicherung mit Spitzenvertretern der Selbstverwaltung und Experten. Sowohl Fragen der Krankenkassensanierung in Deutschland wie auch in Österreich - z. B. Honorarfragen und Entwicklungen im Arzneimittelbereich - standen auf der Tagesordnung. Weitere Programmschwerpunkte waren der Einsatz von "elektronischen Gesundheitskarten" in Deutschland und die Weiterentwicklung der "e-card" in Österreich. Vorträge über die in Deutschland aktuell eingeführte Form des Risikostrukturausgleichs sowie Auswirkungen der Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes auf die soziale Krankenversicherung rundeten das zweitägige Programm ab.

Neues GKK-Service-Center in Villach eröffnet

Von September 1975 bis September 2009 befand sich die Villacher GKK-Außenstelle in der Widmanngasse. Nach nur einjähriger Bauzeit erfolgte im Oktober die Übersiedelung in das neue Gebäude in der Zeidler-von-Görz-Straße 3. Auf insgesamt 1.900 m2 stehen den 90.000 Versicherten und 3.800 Dienstgebern im Bezirk Villach 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Kundenanliegen und medizinische Dienstleistungen zur Seite.

Der übersichtlich gestaltete und barrierefreie Kundenbereich ermöglicht eine noch optimalere Kundenbetreuung. Nach dem "one-stop-Prinzip" finden in regelmäßigen Abständen auch Sprechtage der Pensionsversicherungs- und der Unfallversicherungsanstalt statt.

Das neue Service-Center im Villacher Innenstadtbereich ist verkehrstechnisch äußerst günstig gelegen. Es befindet sich ca. 200 m vom Hauptbahnhof und rund 550 m vom Hauptplatz entfernt. Um die Erreichbarkeit im Vergleich zur alten Außenstelle in der Widmanngasse zu verbessern, wurden Parkplätze für Behinderte, ein Eltern/Kind-Parkplatz sowie allgemeine Kundenparkplätze errichtet. Den Versicherten werden im GKK-Neubau auch modernste Behandlungsräumlichkeiten im Zahnambulatorium geboten.

Saisonale Grippeimpfaktion der Kärntner GKK abgeschlossen: 8.000 Versicherte geimpft

Als sehr erfreulich kann die Tatsache bezeichnet werden, dass heuer wieder rund 8.000 Kärntnerinnen und Kärntner das Impfangebot der Kärntner Gebietskrankenkasse in Kooperation mit dem Land Kärnten in Anspruch genommen haben. Geimpft wurde nicht nur in der Hauptstelle in Klagenfurt und in allen Außenstellen der Kärntner GKK in den Bezirksstädten, sondern auch in Ferlach, Eisenkappel, Greifenburg und Obervellach.

Dass die Kärntner GKK in ihrer Funktion als Gesundheitskasse in den letzten Jahren verstärkt auf Vorsorge setzt, belegen zahlreiche Beratungsangebote für nahezu 421.000 GKK-Versicherte. Neben der Ernährungsberatung stehen den Versicherten u. a. die "Zahnprophylaxe" und "Raucherberatung" zur Verfügung. Des Weiteren werden von der GKK-Gesundheitsförderung laufend Projekte in Betrieben und Schulen erfolgreich durchgeführt. Tausende Teilnehmer haben bereits daran teilgenommen. Ziel ist es, mit diesen Maßnahmen und Angeboten das Gesundheitsbewusstsein der Kärntner Bevölkerung zu heben.

Gesundheitsreform im Nationalrat beschlossen: Patientenversorgung durch ergänzende Finanzierung gesichert

Die Kassenverantwortlichen begrüßen den kürzlich gefassten Beschluss des Sozialrechtsänderungsgesetzes im Nationalrat. Damit wird auch - zumindest teilweise - auf Forderungen der Kärntner Gebietskrankenkasse nach einer ergänzenden Finanzierung durch den Bund Rechnung getragen.

Die Kassenspitze erinnert daran, dass in den letzten Jahren durch strukturelle Nachteile, aber auch durch Entzug von Geldmengen, das Defizit der Kärntner Gebietskrankenkasse, trotz Ausgleichszahlungen, ständig wuchs. In diesem Zusammenhang darf auch nicht darauf vergessen werden, dass die Geldmittel, die seitens der Kärntner Gebietskrankenkasse benötigt werden, vorrangig den Versicherten und dem Kärntner Gesundheitswesen zugute kommen.

Durch den Anstieg der Zahl an Teilzeitkräften und Arbeitslosen wird sich das Finanzierungsproblem aller Kassen weiter verschärfen. Daher sind diesbezügliche Beschlüsse im Nationalrat zumindest eine erste richtige Maßnahme.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/267

Rückfragen & Kontakt:

Direktor Dr. Alfred Wurzer
Leitender Angestellter der Kärntner Gebietskrankenkasse
Kempfstraße 8, 9020 Klagenfurt
Mobiltelefon: 0664 315 25 32
mailto: alfred.wurzer@kgkk.at
http://www.kgkk.at

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