• 19.12.2009, 12:16:52
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  • OTS0047 OTW0047

Klimafiasko: Industrieländer stellen Profit vor Klimaschutz

Attac kritisiert undemokratische Verhandlungen

Wien (OTS) - "Die Regierungen der Industrieländer beweisen, dass
ihnen die Profitinteressen ihrer Unternehmen näher stehen als das
Schicksal von Millionen Menschen", kommentiert Alexandra Strickner
von Attac Österreich das Ergebnis des UN-Klimagipfels. "Es ist ein
Skandal, dass verbindliche Reduktionsziele an Bedingungen geknüpft
und die Verantwortung den Schwellen- und Entwicklungsländern in die
Schuhe geschoben wurde."

Attac kritisiert auch den undemokratischen Ablauf des Gipfels.
Entwicklungsländer und NGOs wurden aus den Verhandlungen verbannt.
Während des Gipfels wurde friedlicher Protest mit skandalösen
polizeistaatlichen Methoden brutal unterdrückt, die Zivilgesellschaft
kriminalisiert und eingeschüchtert.

Auch mit einem verbindlichen Abkommen, würde die internationale
Klimapolitik an einem grundlegenden Konstruktionsfehler leiden. Sie
vertraut weiter auf die Heilungskräfte des "Freien Marktes".
"Emissionshandel im Interesse von Industrie- und Finanzwirtschaft
wird unser Klima nicht retten. Nötig ist ein Abschied vom
Wachstumsdogma und eine solidarische Handels-, Agrar,- und
Energiepolitik", fordert Strickner.

Erfreulich sei dagegen, dass sich in Kopenhagen erstmals eine
globale Klimabewegung bisher unbekannter Stärke gezeigt hat. "Während
die offizielle Klimapolitik in einer tiefen Krise steckt, markiert
Kopenhagen die Geburtsstunde einer Klimapolitik von unten, in der
viele Menschen sich Stillstand und Ungerechtigkeit nicht mehr
gefallen lassen", sagt Strickner. Attac-Organisationen aus ganz
Europa haben sich in Kopenhagen an den Demonstrationen, dem
Gegengipfel und anderen Aktionen beteiligt und waren mit mehreren
Beobachtern bei den Verhandlungen anwesend.

Rückfragehinweis:
David Walch, Pressesprecher Attac Österreich
Mobil: +43 (0) 650 544 00 10
[email protected], www.attac.at

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