• 18.12.2009, 09:00:22
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Gedenken an homosexuelle und transgender Opfer des NS

Kunst im öffentlichen Raum am Morzinplatz; Ehemaliger Secessionspräsident Matthias Herrmann wird Kurator der neuen Kunstschiene

Wien (OTS) - Der Morzinplatz wird ab dem Frühjahr 2010 ein Ort für
zeitgenössische Kunst: Temporäre Kunstwerke am Standort des
ehemaligen Gestapo-Hauptquartiers sollen der homosexuellen und
transgender Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Matthias
Herrmann, Fotokünstler und Leiter der Klasse für Kunst und Fotografie
an der Akademie der bildenden Künste, konnte als Kurator für die neue
Kunstschiene gewonnen werden.

Matthias Herrmann, der vorerst für zwei Jahre bestellt wurde,
plant ab dem Frühjahr 2010 sowohl nationale als auch internationale
KünstlerInnen einzuladen, sich mit dem Thema und dem Ort kritisch
auseinanderzusetzen. "Die temporäre, in regelmäßigen Abständen
wechselnde Bespielung durch zeitgenössische Künstler garantiert, dass
der Ort nicht zum immobilen Denkmal erstarrt," betont Matthias
Herrmann. Zudem bleibe damit das Thema der Diskriminierung und
Verfolgung auf Grund gleichgeschlechtlicher Orientierung sowohl in
seiner historischen Dimension wie auch in seinen aktuellen
Perspektiven im Bewusstsein, so der Kurator.

Die Intention des Konzeptes ist es, Kunst im öffentlichen Raum als
Seismogramm gesellschaftspolitischer Befindlichkeiten zu nutzen und
die schreckliche Geschichte des Morzinplatzes dauerhaft im
kollektiven Bewusstsein zu verankern. Gerade jene Opfer, die im
Zusammenhang mit den nationalsozialistischen Gewaltverbrechen häufig
vergessen werden, sollen durch die künstlerische Markierung des Ortes
eine öffentliche Sichtbarkeit erhalten, die ihnen bislang vielfach
verwehrt wurde.

Zur Vorgeschichte

Das im Jahr 2006 beschlossene Projekt einer permanenten
Installation von Hans Kupelwieser unter dem Titel 'Rosa Platz' erwies
sich als technisch nicht realisierbar. Im Zusammenhang mit einer
Gesamtsanierung und Neugestaltung des Morzinplatzes wird eine
Neuausschreibung des Projektes einer permanenten Installation zum
Gedenken an die homosexuellen und transgender Opfer des NS-Regimes
stattfinden.

Rückfragehinweis:
Mag. Katharina Murschetz, Presse KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, 52189-1221
Mag. Bettina Leidl, Geschäftsführung KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, 52189-1205
[email protected]

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