- 01.12.2009, 15:00:22
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"Dialog Hochschulpartnerschaft": Fünf Arbeitsforen starten im Dezember
Einladung an Hochschulpartner/innen zu Arbeits- und Diskussionsprozess - Johannes Hahn skizziert im Wissenschaftsausschuss weiteren Fahrplan
Wien (OTS) - Wissenschaftsminister Johannes Hahn skizziert heute
im Wissenschaftsausschuss des Parlaments den weiteren Fahrplan für
den von ihm gestarteten "Dialog Hochschulpartnerschaft". In den
kommenden Tagen erhalten die Hochschulpartner/innen die Einladung zu
den fünf Arbeitsforen, die bis zum Sommer 2010 Empfehlungen
erarbeiten sollen. "Es geht um einen möglichst breiten Arbeits- und
Diskussionsprozess, in dem sich die Hochschulpartnerinnen und
Hochschulpartner aktiv einbringen können", betont Minister Hahn.
Die Teilnehmer/innen am "Dialog Hochschulpartnerschaft" werden
eingeladen, jeweils eine Vertreterin/einen Vertreter pro Arbeitsforum
zu nominieren. Das gilt selbstverständlich auch für die Studierenden
der besetzten Hörsäle - unabhängig von der weiteren Besetzung der
Hörsäle. "Ich freue mich, wenn die Studierenden, die diesen
Diskussionsprozess wesentlich beschleunigt haben, aktiv in den
Arbeitsforen mitarbeiten", so Hahn. Er erwarte sich aber auch, dass
nun die Hörsäle wieder geräumt werden und für Lehrveranstaltungen
genutzt werden können - "zumal die Teilnahme der Studierenden
gesichert ist".
Die teilnehmenden Hochschulpartner/innen bekommen die Möglichkeit,
Expert/innen für entsprechende Impulse zu nennen. Die Arbeitsforen
sollen zumindest einmal pro Monat tagen, die ersten Treffen finden
Mitte Dezember statt. "In den Arbeitsforen soll niemand überstimmt
werden, sondern Ziel ist vielmehr ein möglichst breiter Konsens zu
den jeweiligen Themen", stellt der Minister klar. Bei strittigen
Themen können die Arbeitsforen auch unterschiedliche Konzepte
erarbeiten, die zur Entscheidung der Politik vorgelegt werden.
Darüber hinaus sind offene Diskussionsformate geplant, bei denen
weitere Interessierte die Gelegenheit bekommen, sich aktiv in den
"Dialog Hochschulpartnerschaft" einzubringen. Auch eine
Internetplattform wird Raum für Information und Diskussion bieten. Im
Frühjahr sollen Zwischenberichte aus den Arbeitsforen sowohl dem
Plenum des Dialogs Hochschulpartnerschaft als auch dem Nationalrat
vorgelegt werden.
Die Themen der fünf Arbeitsforen im Überblick:
1. Gesellschaftlicher Auftrag des tertiären Sektors
Bildungsbegriff, Aufgaben der Hochschulen
Bildung/Ausbildung
Hochschulen und Standortwettbewerb/Arbeitsmarkt
Gender/Diversity
2. Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors: Universitäten,
Privatuniversitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen u.a.
Organisationsfragen (u.a. gelebte Autonomie, neue Kooperationsformen)
Qualitätssicherung
Rückkoppelung mit FTI-Strategie (Dialog zur Forschung, Technologie
und Innovation)
demokratische Mitbestimmung
3. Bologna & Studienstruktur (Curricula) & Lehre
Studien- und Lehrbedingungen (z.B. Dienstverhältnisse)
Diversifikation der Studienangebote
Persönlichkeitsbildung, Berufs-/Wissenschaftsorientierung
Nicht-traditionelle Zielgruppen (insbes. Berufstätige Studierende)
Mobilität/Internationalität
Anerkennung von nonformalen und informellen Lernerfahrungen
4. Studienwahl und Hochschulzugang
Optimierung der Nahtstelle mit dem Schulbereich und Vorlaufprozessen
im Schulbereich
Studienberatung/-information
Zugangsregeln
Soziale Durchlässigkeit
Soz. Absicherung von Studierenden (u.a. Studienförderung,
Kreditsystem)
Drop-out
5. Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung
Öffentliche/private Finanzierungsformen
Studienplatzfinanzierung
Wechselwirkungen zur Forschungsfinanzierung (im Sinne von F&E)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007
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