- 30.11.2009, 09:57:02
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VIER PFOTEN deckt grauenvolle Tierquälerei bei NÖ-Jagd auf
Angeschossene, schwerst verletzte Tiere im minutenlangen Todeskampf gefilmt
Wien (OTS) - Das Schloss Heidenreichstein der Familie Kinsky birgt
ein düsteres Geheimnis: Auf dem Grundstück befinden sich zwei
(verpachtete) Jagdgehege, in denen sich regelmäßig wahre Massaker
abspielen. Massen von gezüchteten, künstlich auf Trophäenwachstum
gemästeten, teilweise handzahmen Tieren werden von so genannten
Treibern zum Gaudium zahlender Jagdgäste innerhalb des Zauns
herumgehetzt. Am vergangenen Samstag fanden sich wieder einmal
Dutzende Jäger zur Treibjagd auf Wildschweine, Hirsche und Mufflons
ein.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN war vor Ort:
Da fast immer auf laufende Tiere geschossen wird, ist ein
zielsicherer Schuss ein Zufall. Oft wird drei bis vier Mal auf ein
Tier gefeuert, bis es nicht mehr laufen kann. Dann dauert es noch
qualvolle Minuten oder sogar Stunden, bis es seinen Verletzungen
erliegt. Solche grauenhaften, herzzerreißenden Szenen konnten bei
Wildschweinen erstmals filmisch dokumentiert werden: "Es ist zum
Verzweifeln", so Johanna Stadler, Geschäftsführung von VIER PFOTEN,
"man muss von außerhalb des Zauns zusehen, wie einem hilflosen Tier
die Eingeweide aus dem Bauch hängen. Von den Dutzenden Jägern findet
es keiner der Mühe wert, das Tier zu erlösen, bis es irgendwann den
Verletzungen und unerträglichen Schmerzen erliegt. Eine derartige
Kaltherzigkeit ist einfach unvorstellbar."
Die Jagd ist explizit aus dem Bundestierschutzgesetz ausgenommen,
der Grund dafür liegt auf der Hand: Es kommt dabei dauernd zu
Tierquälereien. Dass sich Jäger in der Öffentlichkeit als "Heger und
Pfleger" des Wildes bezeichnen, ist blanker Hohn. "Die Tiere, die am
Wochenende getötet worden sind, wurden allesamt speziell für dieses
Massaker gezüchtet und hinter meterhohen Zäunen eingesperrt. Selbst
vor dem Abschlachten von Tierkindern schreckten die Jäger nicht
zurück - die Szenerie erinnerte an einen Horrorfilm."
VIER PFOTEN wird die Verantwortlichen für diese massenhafte
Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft anzeigen.
Ein schockierendes Video von dem Vorfall sowie Bildmaterial ist in
Kürze auf www.vier-pfoten.at abrufbar, die Daten können auf Anfrage
in hoher Auflösung honorarfrei zugesandt werden.
Rückfragehinweis:
Mag. Nunu Kaller Press Office Austria Tel: +43-1-545 50 20-66 Mobile: +43 664 308 63 03 Fax: +43 1 545 50 20-99 [email protected]
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