Klagenfurt (OTS) - Ein modernes Bildungssystem erfordert Dynamik,
Flexibilität, Offenheit für Veränderungen und vor allem das Eingehen
auf Bedürfnisse. In Österreich ist davon nichts zu spüren, hier
verfestigt sich Erstarrung in vorgefertigten Mustern. Es scheint
einfach überhaupt keine Rolle zu spielen, dass der Ansturm auf die
Neue Mittelschule nicht mehr aufzuhalten ist. Nur die Hälfte aller
Anträge für das kommende Schuljahr konnte genehmigt werden - dank
einer Prozenthürde, auf welche die ÖVP mit Vehemenz gepocht hatte.
Ihr Ziel, das neue Modell schon im Versuchsstadium abzuwürgen,
verliert sie nicht aus den Augen. Wieso auch einen Kurs korrigieren,
der kerzengerade an den Wünschen und Interessen der Betroffenen
vorbeigeht? Die hartnäckige Weigerung, neue, demokratischere
Unterrichtsformen zur Kenntnis zu nehmen oder diese gar zu fördern,
bremst Menschen in ihrem Engagement ein. Genau dieses Potenzial ist
jedoch die Quelle für eine dringend nötige Reform, auf die Österreich
seit Jahrzehnten wartet.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
redaktion@ktz.at
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0309 2009-11-27/21:07
272107 Nov 09
KTI0001 0166