• 24.11.2009, 10:43:41
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Pensionen: Noch erträglicher Abschluss für die Kleineren, bescheiden für die Größeren

Finanzminister bleibt mit Abschluss wesentlich unter den budgetierten Ausgaben

Wien (OTS) - "Die Senioren leisten mit diesem Abschluss einen
großen Budgetbeitrag in Zeiten der Krise", erklärt Dr. Andreas Khol,
Bundesobmann des VP-Seniorenbundes.

"Der heute gefundene Kompromiss ist für die Bezieher kleinerer
Pensionen gerade noch erträglich, die Bezieher mittlerer und höherer
Pensionen bescheiden sich mit der Anpassung nach dem Gesetz", so Khol
zum heutigen Verhandlungsabschluss.

"Durch harte Verhandlungen konnten wir in diesem Jahr Schlimmeres
verhindern", betont Khol. Immerhin hätte die Industrie am liebsten
eine "Nulllohnrunde" bei den Pensionisten gesehen, die Regierung
hätte schon vor dem Sommer über nur ein Prozent Anpassung laut
nachgedacht und die ersten Vorgespräche bestätigten diese
Befürchtungen. "Es bedurfte hartnäckiger Verhandlungen und des
Pochens auf die Gesetzeslage, um einen vertretbaren Abschluss zu
erreichen. Ohne Hinweis auf den Preisindex für Pensionistenhaushalte,
der heuer 1,9 Prozent Teuerung ergeben hat, hätten wir das Ziel nicht
erreicht", so Khol weiter.

"Mit dem heutigen Abschluss zeigen die Senioren auch ihr
Verantwortungsbewusstsein für die Staatsfinanzen. Denn für die
diesjährige Pensionsanpassung hatte der Finanzminister die Kosten für
1,8 Prozent Anpassung budgetiert. Die tatsächlichen Kosten bleiben
nun jedoch 60 Millionen Euro unter den budgetierten Mitteln", erklärt
der VP-Seniorenchef weiter.

In der heutigen Pensionsverhandlung wurde folgende Anpassung
vereinbart: Die Pensionisten erhalten die gesetzlich vorgesehenen 1,5
Prozent bis zum so genannten "Deckel" von 2.466,- Euro Bruttopension,
darüber ein Fixbetrag von 36,99 Euro (brutto, netto sind dies ca.
19,- Euro). Zusätzlich erhalten Bezieher von Bruttopensionen bis
1.300,- Euro eine nicht sockelwirksame Einmalzahlung. Die Kosten für
die Einmalzahlung werden sich insgesamt auf 35 Millionen Euro
belaufen, Details müssen jedoch noch geklärt werden. Die Bezieher
niedriger Pensionen - und somit die überwiegende Mehrheit der
Pensionisten - erhalten somit annähernd die Abgeltung der
Senioren-Teuerung (PIPH).

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler
Tel: 0650-581-78-82
Email: [email protected]

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