Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann hob heute, Montag, im Zuge des Auftaktes der Veranstaltungsreihe "Europa Dialog" des Außenministeriums in der Fachhochschule St. Pölten leidenschaftlich hervor, dass die "Europäische Union, was Friedens- und Demokratiesicherung betrifft, einen unverzichtbaren Auftrag hat". Alleine die Tatsache, dass in der EU 27 unterschiedliche Staaten gemeinsam über ihre verschiedenen Herausforderungen diskutieren und verhandeln, sei von beachtlicher "Qualität für die Friedenssicherung an sich. Das ist die ganz große und erlebbare Stärke", so Faymann vor den rund 300 Interessierten. Dennoch dürfe nicht über die 80 Millionen Menschen die in Europa an der Armutsgrenze leben oder von Armut gefährdet sind, hinweggesehen werden: "Man kann mit einem Europa nicht zufrieden sein, in dem die Arbeitslosigkeit hoch ist und viele junge Leute keine Ausbildung, somit zumeist auch keinen Job bekommen." Auch in der Gesundheitsversorgung müsse sich in einigen Ländern noch viel verbessern. ****
Der Bundeskanzler wies überdies darauf hin, dass auf die Gefahr des "Herunterziehens von Sozialleistungen" im Zuge des internationalen Wettbewerbs geachtet werden müsse. Österreich könne im internationalen Vergleich stolz sein, auf seine Mittelschichten, den Zugang zur Bildung, die Pensionen und den Wohlstand: "Diese Faktoren müssen wir "hinaufziehen" und ausbauen - das ist unser riesiger Auftrag in Europa." Auch würdigte Werner Faymann die angenehme und gute Zusammenarbeit mit Außenminister Spindelegger, der bei der Diskussion ebenfalls am Podium saß. (Schluss) mo
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