Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas zeigt sich über den "geringen Kampfesmut" von Wissenschaftsminister Hahn überrascht: "Niemand hindert Hahn daran, Verhandlungen mit Deutschland über eigentlich längst fällige Ausgleichszahlungen zu führen." Vorsitzender der Rektorenkonferenz Christoph Badelt und Karlheinz Töchterle, Rektor der Universität Innsbruck, gelten als Befürworter von fairen Ausgleichszahlungen: "Der Wissenschaftsminister wäre gut beraten, seinen Rektoren zuzuhören und deren Vorschläge ernst zu nehmen. Dann wäre ihm klar, dass Verhandlungen um Ausgleichszahlungen erstens möglich sind und zweitens auch viel zur Problembewältigung beitragen können", so Rudas, die weiters betonte, dass mit einer "Vogel-Strauß-Politik" in einer so sensiblen Frage niemandem geholfen sei. Auch die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) fordert Ausgleichszahlungen Deutschlands. Hier sei Minister Hahn gefordert, sich im Zuge des Hochschuldialogs konstruktiv mit dieser Forderung auseinanderzusetzen. ****
Wegschauen, den Kopf in den Sand stecken und den StudentInnen Steine in den Weg zu legen, schade den Universitäten und behindere die Studierenden beim Studieren. "In Sachen Europarecht empfehle ich Herrn Hahn sich künftig besser zu informieren: Niemand hindert ihn daran, sich für eine Änderung des Primärrechts einzusetzen - eine europäische Lösung ist möglich", betont die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. Laura Rudas fordert Hahn daher auf, "umgehend Verhandlungen mit dem Nachbar aufzunehmen, anstatt ständig die längst zu Grabe getragenen Studiengebühren exhumieren zu wollen". Lieber Österreichs Studierende zu beschränken als mit Deutschland zu verhandeln sei kein gangbarer Weg. Österreichische Universitäten seien schließlich nicht dazu da, um ÄrztInnen für Deutschland auszubilden. (Schluss) mo
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