- 13.11.2009, 13:30:19
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ECO WORLD STYRIA: Verfehlen des Kyoto-Ziels bedroht "Green Jobs" der Zukunft
Graz (OTS) - Passende gesetzliche Rahmenbedingungen sind nach wie
vor Wachstumstreiber Nr. 1 der in Österreich stark ausgeprägten
Zukunftsbranche der Energie- und Umwelttechnik. Die innovativen
Rahmenbedingungen der 90er Jahre hat Österreich eine der höchsten
Green Jobs Konzentrationen Europas gebracht. Die
Kyoto-Ziel-Verfehlung bedroht diese Arbeitsplätze und dieses Know-how
zunehmend. Ein Rundruf bei den wichtigsten Unternehmen der Branche
zeigt, dass engagierte bundesweite Anstrengungen eine
Win-Win-Situation für Klima UND Jobs ermöglichen können. Diese sind
aber dringlich erforderlich.
Dass Österreich seine Klimaziele nicht erreicht, wundert den
Geschäftsführer von KWB Biomasseheizungen, Erwin Stubenschrott nicht:
"Halbherzige Beschlüsse der Politik und das Verkennen unserer
Energie-Chancen müssen zwangsläufig dazu führen, dass wir von der
Vorreiterrolle zum Schlusslicht in Sachen Klimaschutz werden!"
Josef Heissenberger, Geschäftsführer von Komptech stellt klar:
"Wollen wir weiterhin erfolgreich sein, müssen endlich
Rahmenbedingungen und Spielregeln nicht nur diskutiert, sondern auch
umgesetzt werden. Wenn der Wille wirklich da ist, den 34% Anteil
Erneuerbare Energie bis 2020 zu schaffen und die notwendigen
Rahmenbedingungen dies erlauben, dann ist es möglich, dieses Ziel zu
erreichen." Gefordert sei hier auch ein attraktives Öko-Wärme- und
Öko-Strom-Gesetz, so Heissenberger.
In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Franz Radovic, Geschäftsführer
des Solarexperten Solid. "Es braucht ein klares Ja seitens der
Politik im Zusammenspiel mit den Energieversorgern. Notwendig sind
neue Ansätze, wie die Diversifikation der erneuerbaren Energien in
Abstimmung mit den regionalen Gegebenheiten".
Ein sehr frühes Ökostromgesetz, innovationsfreudige Unternehmen
und die engagierte Bevölkerung haben bereits in den 1990 er Jahren
die Steiermark zu einer unternehmerischen Pionierregion in Energie-
und Umwelttechnik in Europa gemacht. In den letzten drei Jahren
betrug das durchschnittliche reale Umsatzwachstum der ECO-Unternehmen
je 22% pro Jahr, das ist schneller als das globale Marktwachstum mit
18%. Der Umsatz mit grüner Technologie von 2,7 Mrd. Euro pro Jahr
entspricht rund 8% des Bruttoregionalproduktes und einer rund 5
fachen Konzentration in der Steiermark im Vergleich zur EU. Im
letzten Jahr konnten allein in den steirischen
Umwelt-Technologie-Unternehmen knapp 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze
geschaffen werden.
Eine ECO-Analyse der wichtigsten Wachstums-Treiber der Branche
sieht nachwievor die gesetzlichen Rahmenbedingungen an erster Stelle,
gefolgt von Forschung & Entwicklung, der Verfügbarkeit von
technischen Fachkräften und dem Export. Dies zeigt, dass es heute
innovative gesetzliche Rahmenbedingungen benötigt, um die
Technologieführer und Arbeitgeber von morgen zu ermöglichen.
Rückfragehinweis:
Bernhard Puttinger, ECO WORLD STYRIA,
Tel: +43 676/4265016, mailto:[email protected]
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